
Der Sand war noch warm von der Sonne, die vor einer Stunde hinter dem Pazifik versunken war. Sex in Australien – das hatte sie sich anders vorgestellt. Nicht so. Nicht an diesem verlassenen Küstenstreifen nördlich von Byron Bay, wo das nächste Haus kilometerweit entfernt lag und der einzige Laut das tiefe Atmen der Brandung war. Ein kleines Feuer knisterte zwischen aufgeschichteten Treibholzstücken. Der Rauch roch nach Salz und Eukalyptus. Über ihnen spannte sich die Milchstraße wie ein zerrissenes Seidentuch.
Er hieß Callum. Breite Schultern, sonnenverbrannte Haut, ein Lächeln, das langsam kam und dann blieb. Sie hatte ihn am Morgen in einem Surfshop getroffen, wo er Boards reparierte. Seine Hände waren rau, seine Stimme leise. Er sprach wenig, aber wenn er sie ansah, spürte sie seinen Blick wie Fingerspitzen auf nackter Haut.
Jetzt saßen sie nebeneinander auf einer ausgebreiteten Decke. Sein Knie berührte ihres. Sie nahm einen letzten Schluck Bier, und als sie die Flasche absetzte, legte er seine Hand auf ihren Oberschenkel. Fest. Warm. Ohne zu fragen, weil die Antwort seit Stunden zwischen ihnen hing.
Sie drehte sich zu ihm, und sein Mund war sofort auf ihrem. Er schmeckte nach Salz und Limette. Seine Zunge fand ihre, langsam, tief, und seine Hand schob sich unter ihr dünnes Kleid, über die Hüfte, zwischen ihre Beine. Sie stöhnte in seinen Mund, als seine Finger über den feuchten Stoff ihres Slips strichen. Genau da.
Er zog den Stoff zur Seite. Zwei Finger glitten in sie hinein, und sie ließ sich nach hinten fallen, den Rücken im warmen Sand. Er kniete sich über sie, sein Mund wanderte an ihrem Hals hinunter, über ihre Brüste, die er aus dem Kleid schälte, seine Zunge umkreiste ihre Nippel, während seine Finger sie rhythmisch fickten.
Sie öffnete seine Shorts, umschloss seinen harten Schwanz, spürte ihn zucken. Er schob ihr Kleid hoch, und als er in sie eindrang, presste sie ihre Fersen in seinen Rücken. Er fickte sie langsam, quälend langsam, jeder Stoß tief und vollständig. Das Feuer warf zuckende Schatten über ihre verschlungenen Körper. Die Brandung rauschte im Takt.
Sie kam zuerst – laut, unkontrolliert, den Kopf in den Nacken geworfen, Sand in den Haaren. Er folgte Sekunden später, sein Gesicht an ihrem Hals vergraben, ein tiefes Stöhnen gegen ihre Haut.
Danach lagen sie still. Sein Daumen zeichnete Kreise auf ihre Hüfte. Über ihnen drehte sich das Kreuz des Südens. Das Meer atmete. Sex am Strand, dachte sie. So also fühlt sich das an.
