Ruhe auf dem Wasser
Der Sonnenuntergang malte den Himmel in goldene und rote Töne, während das leise Plätschern des Wassers gegen die Seiten des kleinen Bootes ein beruhigendes Lied sang. Anna saß auf der reling des Bootes, die Füße im Wasser, und genoss die friedliche Stille der Natur. Über ihr spannte sich ein klarer Himmel, während die letzten Sonnenstrahlen des Tages den gesamten See in ein glühendes Licht tauchten.
Plötzlich spürte sie eine Präsenz neben sich. Max war an Bord gekommen, ohne Worte, nur mit einem vielsagenden Lächeln. Seine Augen funkelten im Dämmerlicht und ein schüchternes Kribbeln durchfuhr Anna. Sie fühlte sich zu ihm hingezogen, wie die Flut zu den Gezeiten.
Max setzte sich neben sie, die Schultern berührten sich und ein Kribbeln zog sich von ihrem Arm bis zu ihrem Herzen. Er sprach leise, fast ehrfürchtig, während er die Stille brach: "Diese Ruhe, sie hat etwas Magisches, findest du nicht?"
Anna nickte, doch in ihrer Brust brodelte ein Verlangen, das sich nicht mit Worten beschreiben ließ. Ihre Blicke verhakten sich, und in diesem Moment war es, als ob die Zeit stillstand.
Er zog sie sanft näher, sein Atem hauchzart und warm. Plötzlich legte er eine Hand in ihren Nacken, während seine Lippen sich ganz langsam in ihre Nähe schoben. Anna konnte das Verlangen in seinen Augen sehen und die Spannung war greifbar.
Die Welt um sie herum verschwand, und das Boot sank in eine wiegende Bewegung des Wassers. Sie schloss die Augen, bereit für das Unbekannte, das vor ihr lag, als seine Lippen endlich ihre berührten. Es war ein sanfter Kuss, der sich schnell zu etwas Leidenschaftlicherem entwickelte, und während die Abenddämmerung dunkler wurde, schien es, als würde auch die Nacht selbst sie daran hindern zu wissen, was als Nächstes geschah...