Bewegung im Sattel
Kapitel 1: Bewegung im Sattel
Die Dämmerung senkte sich über die Stadt, als Ella sich in das kleine Café in der Altstadt begab. Die warmen Farben der Abendsonne malten letzte Strahlen auf die gepflasterten Straßen und ließen die Luft nach frisch gebrühtem Kaffee duften. In einer Ecke entdeckte sie ihn: Lukas, ein alter Freund, der nie ganz aus ihrem Leben verschwunden war.
Seine Augen funkelten, als sich ihre Blicke trafen. Sie hatten nie über ihre Anziehung zueinander gesprochen, aber das knisternde Gefühl zwischen ihnen war unübersehbar. Ella setzte sich an den Tisch, und sofort spürte sie die Vertrauen gebende Atmosphäre des Cafés, die sie begleitete.
„Ich habe dich vermisst“, sagte Lukas, während er seine Hand sanft auf den Tisch legte, als wollte er die Distanz zwischen ihnen verringern. Ella spürte ein warmes Kribbeln in ihrem Bauch.
„Ich dich auch“, antwortete sie, ihre Stimme kaum mehr als ein Flüstern.
Sie sprachen über die Vergangenheit, lachten über alte Erinnerungen und währenddessen schob der Sonnenuntergang seine Schatten über den Raum. Es war, als würde die Zeit stillstehen, und der Raum um sie begann sich zu verengen, bis nur noch ihre Blicke und die ungesagten Worte blieben.
Lukas beugte sich näher zu ihr, und das unbeschreibliche Verlangen blühte zwischen ihnen auf. Ella konnte den süßen Duft seines Aftershaves riechen und fühlte sich immer mehr zu ihm hingezogen. Ihre Herzen schlugen im gleichen Takt, während er mit einem leichten Lächeln flüsterte: „Möchtest du einen Ausritt machen?“
Unwillkürlich erstarrte sie, als die Worte in ihr widerhallten. Der Gedanke, in den Sattel zu steigen und die frische Luft zu spüren, vermischte sich mit dem Wunsch, mehr Zeit mit Lukas zu verbringen. Ihre Gedanken rasten und ihre Neugier war geweckt – Bilder von Freiheit und Leidenschaft überwältigten sie.
„Ja, das klingt aufregend“, gab sie schließlich zurück, ohne sich um die Konsequenzen zu kümmern. Sie spürte die Aufregung in ihren Adern pulsen.
Einige Minuten später standen sie mit ihren Pferden auf einem weitläufigen Feld am Stadtrand. Der Abendhimmel färbte sich rot und purpur, während sie sich auf ihre Sättel schwingen. Ella spürte das sanfte Wiegen des Pferdes unter ihr, die Kraft des Tieres pulsiert durch ihre Beine. Sie sah zu Lukas, dessen Augen vor Vorfreude funkelten. Der Wind tousselte ihre Haare, und sie fühlte sich lebendig, als sie die Zügel ergreifen und sich darauf einlassen wollte, was als Nächstes kommen würde.
Lukas ritt neben ihr und sie galoppierten über die Wiesen, die Freiheit des Moments erfüllte sie. Die Bewegung im Sattel wurde inniger, jeder Schritt entblätterte das Knistern zwischen ihnen. Ella wagte es nicht, Lukas anzusehen, doch sie fühlte seine Präsenz wie ein Magnet, dessen Anziehungskraft sie nicht entkommen konnte.
Als sie an einem entlegenen Teich haltmachten, flüsterten die Wasser glatt in den aufkommenden Abend. Ella sprang ab, ihre Beine schwach, als sie auf den weichen Boden trat. Lukas tat es ihr gleich und stand direkt vor ihr. Der Augenblick war wie eingefroren, und sie könnten in dieser endlosen Sekunde vergessen, dass die Welt um sie herum existierte.
Lukas trat näher, sein Körper drängte sich an ihren, und als ihre Blicke sich trafen, brach der gewohnte Abstand zusammen. Das Prickeln der Nähe entblätterte sich in der Luft und ihre Körper schienen zu pulsieren vor unausgesprochenem Verlangen. Ella hielt den Atem an, während Lukas seine Hand auf ihre Taille legte und näher kam, als wollte er sie verschlingen.
Mit einem Mut, den sie nicht kannte, griff sie nach seinem Wärme, als die Dämmerung ihren letzten Strahl sandte. Der Beginn einer unverhofften Entdeckung lag in der Luft, während sie auf den nächsten Schritt warteten, das noch Unbekannte umarmend...
Und dann geschah es...