
Der Bass kriecht durch den Betonboden, vibriert in ihren Fußsohlen, steigt hoch bis in die Magengrube. Sex im Club – daran hat sie gedacht, seit sie heute Morgen am Pool lag und die Sonne Ibizas auf ihrer Haut brannte. Jetzt steht sie mittendrin. Das Stroboskop zerschneidet die Dunkelheit in weiße Blitze. Nebel aus den Maschinen mischt sich mit dem Geruch von verschüttetem Gin, warmem Schweiß und süßem Parfum. Die Decke des Clubs ist so niedrig, dass die Hitze von zweihundert tanzenden Körpern nirgendwo hin kann. Sie bleibt. Sie drückt.
Lena trägt ein schwarzes Kleid, das kaum ihre Oberschenkel bedeckt. Ihr dunkles Haar klebt feucht an ihren Schläfen. Seit drei Tagen Cluburlaub hat sie gebräunte Schultern, Sandalen mit dünnen Riemen und diesen hungrigen Blick, der sagt: Heute Nacht will ich nicht allein einschlafen.
Er taucht auf wie ein Schnitt in einer Filmsequenz – plötzlich einfach da. Groß, dunkle Locken, ein weißes Leinenhemd, das an seiner Brust klebt. Spanier vielleicht, oder Italiener. Er riecht nach Zedernholz und Salz. Sein Blick trifft ihren durch den Nebel, und er lächelt nicht. Er sieht sie einfach an. So, als würde er bereits wissen, wie die Nacht endet.
Sie tanzen. Erst mit Abstand, dann ohne. Sein Oberschenkel schiebt sich zwischen ihre Beine. Seine Hand liegt auf ihrem unteren Rücken, warm und bestimmt. Sein Daumen streicht kleine Kreise auf ihre nackte Haut. Lena spürt seinen harten Schwanz an ihrem Becken, und ein heißer Stich schießt durch ihren Unterleib.
Er zieht sie zur Seite, in einen dunklen Korridor hinter der DJ-Kabine. Die Wand ist rau. Der Bass dröhnt gedämpft durch den Beton. Er drückt sie dagegen, hebt ihr Kleid hoch, und seine Finger gleiten über ihren Slip – dann darunter. Lena stöhnt in seinen Mund, als er sie küsst. Seine Finger sind geschickt, finden sofort ihren Rhythmus, reiben über ihre nasse Klit, während sein Daumen in sie eindringt.
Sie öffnet seinen Gürtel, umfasst seinen Schwanz, spürt ihn pulsieren. Er hebt ihr Bein an, schiebt den Slip zur Seite und dringt in sie ein – langsam, tief, bis sie beide den Atem anhalten. Dann fickt er sie gegen die Wand. Hart, rhythmisch, im Takt des Basses, der durch ihre Körper pumpt. Ihre Nägel graben sich in seine Schultern.
Die Musik steigert sich. Lena kommt zuerst – heftig, mit einem Schrei, den der Beat verschluckt. Er folgt Sekunden später, presst sein Gesicht in ihren Hals, stöhnt heiß gegen ihre Haut.
Sie stehen still. Schwer atmend. Sein Herzschlag gegen ihre Brust. Draußen auf der Tanzfläche tanzen die anderen weiter, ahnungslos. Lena streicht ihr Kleid glatt, und er lächelt jetzt – endlich. Sie nimmt seine Hand und zieht ihn zurück in die Menge. Die Nacht ist noch lang.
