
Ich erinnere mich an den Geruch. Schweiß, Chlor, billiges Duschgel. Dieser spezifische Geruch des Umkleideraums nach dem späten Training, wenn fast niemand mehr da war. Und ich erinnere mich an seinen Rücken – wie sich die Muskeln unter seiner Haut bewegten, als er sein Shirt auszog, als wäre es nichts. Für ihn war es nichts. Für mich war es alles.
Donnerstagabend, kurz vor zehn. Der Umkleideraum im Keller des Sportvereins, Neonlicht, das leise summte und einem von den Fliesen entgegenflackerte. Zwei Reihen Holzbänke, Metallspinde, der Boden feucht. Es roch nach dem Ende des Tages. Nach erschöpften Körpern. Ich saß auf der Bank und tat so, als würde ich meine Tasche packen.
Marko. Breite Schultern, schmale Hüften, dieses dunkle Haar, das ihm feucht in die Stirn fiel. Er hatte diese Art, sich zu bewegen – langsam, selbstbewusst, als gehöre ihm jeder Raum. Er stand drei Spinde weiter und ich spürte seinen Blick, bevor ich ihn sah. Als ich aufsah, schaute er nicht weg. Er schaute nicht weg.
Mein Herz hämmerte. Ich schluckte. Er kam rüber, setzte sich neben mich, nah genug, dass sich unsere Oberschenkel berührten. Seine Haut war warm und noch feucht vom Duschen. Er sagte nichts. Sein Handtuch hing lose um seine Hüften. Ich starrte geradeaus auf die Spindtür, aber mein ganzer Körper war ihm zugewandt.
Dann seine Hand auf meinem Knie. Fest. Bestimmt. Seine Finger schoben sich langsam nach oben, über meinen Oberschenkel, unter den Saum meiner Shorts. Ich atmete scharf ein. Er beugte sich zu meinem Ohr und sein Atem war heiß auf meiner Haut. „Wie lange willst du noch so tun, als würdest du mich nicht wollen?"
Ich drehte meinen Kopf und sein Mund war sofort auf meinem. Hart, hungrig, seine Zunge gegen meine. Ich griff in sein nasses Haar, zog ihn näher. Sein Handtuch fiel. Er schob mich rückwärts auf die Bank, kniete sich über mich, und ich spürte ihn – hart, schwer, drängend gegen meinen Bauch.
Er zog mir die Shorts runter, ohne den Kuss zu unterbrechen. Seine Hand umschloss meinen Schwanz und ich stöhnte in seinen Mund. Er rieb uns beide zusammen, seine Faust um uns beide, eng und rhythmisch. Ich krallte mich an seine Schultern, biss ihm in die Unterlippe. „Fuck", flüsterte er, und dieses eine Wort ließ mich fast kommen.
Es dauerte nicht lange. Sein Griff wurde fester, schneller, sein Atem abgehackt. Ich kam zuerst – heftig, zitternd, seinen Namen zwischen den Zähnen. Er folgte Sekunden später, heiß über meinen Bauch, mit einem tiefen, gepressten Laut.
Wir lagen da, auf der schmalen Holzbank, unter dem flackernden Neonlicht. Er legte seine Stirn gegen meine. Und lächelte. Donnerstags trainiere ich seitdem nie wieder allein.
