
Ich muss das aufschreiben, bevor es verblasst. Bevor mein Kopf das Ganze glattbügelt und so tut, als wäre es nichts gewesen. Aber es war alles. Schwule Erotik Geschichten habe ich schon oft gehört, gelesen, mir vorgestellt – aber das hier war echt. Jede verdammte Sekunde davon.
Dienstagabend, kurz vor zehn. Das Gym war fast leer. Nur das Summen der Lüftung und das rhythmische Klirren von Gewichten irgendwo hinter mir. Ich stand an der Beinpresse, als ich seinen Blick im Spiegel auffing. Dunkle Augen, verschwitzte Stirn, ein Dreitagebart, der seinen Kiefer noch kantiger wirken ließ. Er trug ein enges schwarzes Shirt, das an seinen Schultern spannte. Die Art Mann, bei der mein Puls sofort einen Gang hochschaltet.
Er hielt den Blickkontakt. Nicht zufällig. Bewusst. Ich spürte, wie mir heiß wurde – nicht vom Training. Ich ging in die Umkleide, duschte. Das Wasser lief über meinen Nacken, und ich versuchte, runterzukommen. Dann hörte ich die Tür.
Er stand drei Duschen weiter. Nackt. Wasser rann über seine breite Brust, seinen flachen Bauch, tiefer. Er sah mich an, offen, unverschämt. Mein Schwanz reagierte, bevor mein Verstand es erlaubte. Er kam näher. Kein Wort. Nur dampfende Luft zwischen uns.
Seine Hand legte sich an meinen Hals, fest genug, dass ich es spürte, sanft genug, dass ich schmolz. Er drückte mich gegen die Fliesen, sein Mund an meinem Ohr. „Ich beobachte dich seit Wochen." Seine Stimme war rau, tief. Sie vibrierte in meiner Brust.
Dann küsste er mich. Hart, hungrig. Seine Zunge gegen meine, sein nasser Körper an meinem. Ich griff in seine Hüften, zog ihn enger an mich. Ich spürte ihn, hart und heiß an meinem Oberschenkel. Er nahm uns beide in eine Hand, rieb unsere Schwänze aneinander, langsam zuerst, dann schneller. Ich keuchte gegen seinen Mund, meine Finger krallten sich in seinen Rücken.
Es dauerte nicht lange. Er kam zuerst, stöhnte tief in meinen Hals, und dieses Geräusch – dieses Geräusch – riss mich mit. Ich kam über seine Finger, zitternd, atemlos, das Wasser wusch alles fort.
Er lehnte seine Stirn gegen meine. Wir atmeten. Er lächelte. Sagte nichts. Ging.
Ich stehe immer noch unter der Dusche, als ich das hier in mein Handy tippe. Ich kenne nicht mal seinen Namen. Aber ich kenne jedes Detail seines Körpers. Und ich werde Dienstag wieder hingehen.
