
Der Thronsaal liegt in Dunkelheit, bis auf die Kerzen, die in schweren Eisenleuchtern flackern und das Gewölbe in erotische Fantasy verwandeln – Schatten, die über Stein tanzen, der Geruch von Bienenwachs und altem Holz. Die Tür fällt hinter dir ins Schloss. Das Echo hallt durch den leeren Saal.
Sie sitzt auf dem Thron, nicht aufrecht und herrschaftlich, sondern seitlich, ein Bein über die Armlehne gelegt. Ihr Kleid aus nachtblauer Seide ist an der Schulter herabgerutscht, als hätte sie aufgehört, sich darum zu kümmern. Dunkle Augen, ein schmaler Mund, der sich gerade eben hebt. Sie hat dich rufen lassen. Nur dich. Nach Mitternacht.
„Näher", sagt sie. Nicht laut. Fast ein Flüstern, das trotzdem jede Ecke des Saals füllt.
Du gehorchst. Jeder Schritt auf dem kalten Stein klingt obszön laut. Fünf Meter. Drei. Zwei. Sie hebt die Hand, und du bleibst stehen. Ihr Blick wandert langsam an dir herab, so langsam, dass du spürst, wie dein Atem schwerer wird, bevor sie überhaupt etwas berührt hat.
Ihre Finger greifen nach deinem Handgelenk. Ziehen dich tiefer. Du kniest vor dem Thron, und sie beugt sich vor, bis ihre Lippen dein Ohr streifen. „Ich habe den ganzen Tag an deinen Mund gedacht."
Deine Hände legen sich auf ihre Knie, schieben den schweren Stoff nach oben. Zentimeter für Zentimeter. Die Seide flüstert über ihre Haut. Sie lehnt sich zurück, öffnet die Beine, und du spürst die Hitze, bevor du sie berührst. Deine Lippen küssen die Innenseite ihres Oberschenkels, so langsam, dass sie die Finger in dein Haar gräbt und zieht.
Dein Mund findet sie. Heiß, nass, und sie stöhnt so leise, dass es klingt wie ein Gebet in der Stille des Saals. Deine Zunge gleitet über ihre Klitoris, erst sanft, dann fester, und ihre Hüften heben sich dir entgegen. Du schmeckst sie, lässt dir Zeit, wechselst zwischen langsamen Kreisen und festem Druck, bis ihr Atem in abgehackte Laute zerfällt.
Ihre Schenkel pressen sich an deine Wangen. Ihre Hand in deinem Haar wird zur Faust. Dann kommt sie – lautlos zuerst, ein Beben, das durch ihren ganzen Körper rollt, bevor ein heiserer Laut über ihre Lippen bricht, der von den Steinwänden zurückgeworfen wird.
Stille. Nur ihr Atem. Ihre Finger lösen sich, streichen sanft über deine Schläfe.
„Morgen Nacht. Dieselbe Stunde."
