
Ich erinnere mich an ihren Schatten, bevor ich sie sah. An die Art, wie das Mondlicht zerbrach, als sie zwischen den Ruinen auftauchte – meine Kriegerin der Nacht. Ich schreibe das hier auf, weil ich Angst habe, es zu vergessen. Weil es sich anfühlte wie ein Traum, der zu real war, um nur in meinem Kopf existiert zu haben.
Die Ruinen lagen tief im Wald, überwuchert von schwarzem Efeu, die Steine silbern vom Mond übergossen. Die Luft roch nach feuchter Erde und wildem Thymian. Nebel kroch über den Boden, leckte an meinen Knöcheln. Ich hatte mich verlaufen – oder vielleicht hatte sie mich gerufen, ich weiß es nicht. Es war still. So still, dass ich meinen eigenen Herzschlag in den Schläfen spürte.
Dann stand sie da. Rüstung aus dunklem Leder, das sich an ihren Körper schmiegte wie eine zweite Haut. Breite Schultern, schmale Taille, Oberschenkel wie aus Stahl. Eine Narbe zog sich von ihrer Wangenknochen bis zum Kinn – und machte sie nur schöner. Ihre Augen waren bernsteinfarben, beinahe golden, und sie musterten mich mit einer Mischung aus Hunger und Belustigung.
Du hast dich weit vorgewagt, sagte sie. Ihre Stimme war tief, rau, wie Samt über Kies.
Ich wollte antworten, aber sie war schneller. Ihre Hand an meinem Kiefer, fest, bestimmt. Sie drückte mich gegen eine der Steinsäulen. Der Fels war kalt an meinem Rücken, aber ihr Mund war heiß, als sie mich küsste – nicht zärtlich, sondern fordernd, besitzergreifend. Ihre Zunge drängte zwischen meine Lippen, und ich stöhnte in ihren Mund.
Sie riss mir das Hemd auf. Ihre rauen Finger strichen über meine Brust, kratzten leicht, gerade genug, um meine Haut brennen zu lassen. Ich griff in ihr Haar – kurz, dunkel, feucht vom Nebel – und zog sie näher. Sie lachte leise, presste ihren Oberschenkel zwischen meine Beine, und ich rieb mich schamlos dagegen.
Mehr, flüsterte ich. Bettelte. Ich erkannte meine eigene Stimme kaum.
Sie öffnete meine Hose mit einer Hand, die andere hielt meine Handgelenke über meinem Kopf gegen den Stein. Ihre Finger umschlossen meinen harten Schwanz, griffen fest zu, begannen zu pumpen – langsam, quälend langsam. Ihr Daumen rieb über die nasse Spitze, und ich warf den Kopf zurück, stieß in ihre Faust.
Sie beschleunigte. Ihr Atem an meinem Hals, ihre Zähne an meinem Ohrläppchen. Komm für mich, Wanderer. Ein Befehl, kein Wunsch. Ich gehorchte. Mein ganzer Körper spannte sich, ich kam so heftig, dass mir die Knie wegknickten. Sie hielt mich fest, ihr Griff unerschütterlich, während ich zitternd an ihr zusammensackte.
Als ich die Augen öffnete, war sie fort. Nur der Geruch von Leder und wildem Thymian. Und die Abdrücke ihrer Finger auf meinen Handgelenken – blau bis zum Morgen.
Ich werde wieder in den Wald gehen. Heute Nacht.
