
Die Lichtung lag still im Mondlicht, als hättest du sie geträumt. Silberner Nebel kräuselte sich zwischen uralten Eichen, und zwischen den Wurzeln leuchteten Blüten in einem Blau, das kein menschliches Auge kennen sollte. Du warst tiefer in den Wald gelaufen, als du je gewagt hattest – und jetzt standest du hier, barfuß im feuchten Moos, das Herz pochend gegen deine Rippen, weil du spürtest, dass etwas auf dich wartete.
Dann sahst du sie. Nicht plötzlich – eher so, als würde die Luft selbst Gestalt annehmen. Durchscheinende Flügel, schimmernd wie Öl auf Wasser. Ein Körper, zierlich und zugleich unverschämt kurvig, die Haut von innen heraus leuchtend, als brenne ein blasses Feuer unter Porzellan. Ihr Gesicht war spitz, fremd, zu schön – und ihre Augen, pupillenlos und golden, fixierten dich mit einer Neugier, die dich nackt machte, noch bevor sie dich berührte.
Sie schwebte näher. Zentimeter um Zentimeter. Du konntest ihren Duft riechen – Waldmeister, Honig, etwas Dunkles darunter, etwas Animalisches, das nicht zu ihrer ätherischen Erscheinung passte. Dein Atem ging schneller. Dein Verstand sagte dir, dass du gehen solltest. Dein Körper sagte etwas völlig anderes.
Ihre Fingerspitzen – kühl, fast elektrisch – legten sich an deine Schläfe. Kein Wort. Nur dieses leise Summen, das durch deinen Schädel vibrierte und direkt in deinen Unterleib sank. Du spürtest, wie sich dein Geschlecht verhärtete, pochend, ohne dass sie dich dort auch nur ansah. Ihr Finger glitt deine Wange hinab. Deinen Hals. Über dein Schlüsselbein. Quälend langsam.
Du stöhntest leise, und ihr Mund verzog sich zu einem Lächeln, das nichts Menschliches hatte. Ihre Hand wanderte tiefer, über deine Brust, deinen Bauch, und als ihre kühlen Finger endlich über deine heiße, harte Mitte strichen, zuckte dein ganzer Körper zusammen. Sie umschloss dich – fest, besitzergreifend – und begann eine Bewegung, die so langsam war, dass jeder Zentimeter wie ein eigener Akt der Folter wirkte.
Das Summen wurde lauter. Es vibrierte in deinen Knochen, in deinem Schwanz, überall gleichzeitig. Du griffst nach ihren Hüften, und sie war warm dort, überraschend warm, und sie presste sich gegen dich, schwerelos und doch mit einem Gewicht, das dich in die Knie zwang.
Du kamst kniend im Moos, den Mund offen, lautlos schreiend, während ihre goldenen Augen jede Zuckung deines Körpers tranken. Die Lust rollte in Wellen durch dich hindurch, länger als natürlich, tiefer als möglich.
Als du die Augen wieder öffnetest, war sie fort. Nur das Leuchten der Blüten blieb – und der Abdruck ihrer Finger auf deiner Haut, der noch tagelang kribbeln würde.
