
Die Fackel an der Wand wirft zuckende Schatten über den Korridor. Kalt ist der Stein unter deinen nackten Füßen. Du folgst dem Flüstern, das dich seit Stunden ruft – tiefer hinein in die Burg, die auf keiner Karte verzeichnet ist. Der Prinz der verborgenen Lust. So nennen ihn die Dorfbewohner. Niemand spricht seinen wahren Namen aus.
Dann öffnet sich die Tür. Nicht von deiner Hand.
Die Kammer dahinter ist in samtenes Kerzenlicht getaucht. Dutzende Flammen auf schwarzem Eisen. Schwere Vorhänge, dunkelrot wie geronnenes Blut. In der Mitte ein Bett, breit genug für Sünden, die noch keinen Namen tragen. Und er – er – steht am Fenster, den Rücken zu dir gewandt.
Breite Schultern unter einem offenen Hemd aus dunkler Seide. Sein Haar fällt schwarz über den Nacken. Als er sich umdreht, triffst du auf Augen, die nicht menschlich wirken. Silbern. Hungrig. Sein Kiefer ist scharf, seine Lippen voll, und sein Blick streift über deinen Körper, als würde er dich bereits ausziehen.
„Du bist gekommen." Keine Frage. Eine Feststellung. Seine Stimme vibriert in deinem Bauch.
Er bewegt sich lautlos. Plötzlich steht er vor dir, seine Finger an deinem Kinn, dein Gesicht nach oben gedrückt. Sein Atem streift deine Lippen. Er riecht nach Rauch und etwas Verbotenem.
„Knie dich hin."
Du gehorchst. Nicht weil du musst. Weil dein Körper es will. Er öffnet seine Hose langsam, und du nimmst ihn in den Mund – tief, gierig. Ein raues Stöhnen entweicht seiner Kehle. Seine Finger graben sich in dein Haar, führen deinen Rhythmus.
Dann zieht er dich hoch, wirft dich auf das Bett. Die Seide ist kühl gegen deine erhitzte Haut. Er spreizt deine Beine, sein Mund wandert über deinen Bauch, tiefer, tiefer. Seine Zunge findet dich, kreist, saugt, bis deine Hüften sich aufbäumen. Du bettelst. Wortlos.
Er dringt in dich ein – hart, tief, ohne Zögern. Jeder Stoß treibt dich weiter in die Dunkelheit hinter deinen geschlossenen Augen. Seine Hand liegt an deiner Kehle. Nicht fest. Nur als Versprechen.
Du kommst mit einem Schrei, der von den Steinwänden widerhallt. Er folgt dir – heiß, pulsierend, sein Gesicht an deinem Hals vergraben.
Stille. Nur das Knistern der Kerzen. Sein Daumen streicht über deine Unterlippe.
„Du gehörst jetzt hierher", flüstert er. Und du weißt – du wirst nie wieder gehen wollen.
