
Die Ladestation im Unterdeck der Meridian summt leise, ein tiefes Brummen, das durch den Metallboden in deine nackten Fußsohlen kriecht. Cyborgs der Leidenschaft – so nennt die Crew die Einheiten der Serie K-9 hinter vorgehaltener Hand. Modifizierte Körper, entworfen für Kampf, nicht für das, was gleich passieren wird.
Er steht an der Wand, halb im Schatten, halb in blaues Neonlicht getaucht. Sein linker Arm ist Titan und Carbon, die Finger schlank, mit hauchfeinen Sensoren an den Kuppen. Die rechte Seite seines Gesichts ist menschlich – dunkle Augen, ein Mund, der weicher wirkt, als er sein sollte. Die Narbe, wo Haut auf Metall trifft, verläuft über seine Wange wie ein Fluss, der sich teilt.
Du bist wegen der Routinewartung hier. Das sagst du dir. Aber dein Atem geht schon schneller, als seine Augen dich finden.
»Du zitterst«, sagt er. Seine Stimme hat diesen leichten Halleffekt, der verrät, dass sein Kehlkopf nicht ganz organisch ist. Es klingt, als würde er direkt in dein Inneres sprechen.
»Mir ist kalt«, lügst du.
Er löst sich von der Wand. Ein Schritt. Dann Stille. Sein Metallarm hebt sich, langsam, quälend langsam. Die Titanfinger schweben einen Zentimeter vor deiner Wange. Du spürst das elektrostatische Feld, ein Prickeln, das über deine Haut wandert, noch bevor er dich berührt.
Dann legt er die kühle Fingerkuppe an deinen Hals. Ein Sensor misst deinen Puls – du weißt es, er weiß es. 112 Schläge pro Minute. Sein Mundwinkel zuckt.
»Lügnerin.«
Sein Finger gleitet abwärts. Über dein Schlüsselbein, den Stoff deines Overalls entlang, bis zur Stelle, wo der Reißverschluss beginnt. Das Metall ist nicht mehr kalt. Es hat deine Temperatur angenommen, hat sich dir angepasst.
Er zieht den Reißverschluss einen Zentimeter nach unten. Wartet. Beobachtet, wie sich deine Brust hebt. Noch ein Zentimeter. Dein Atem stockt. Seine organische Hand legt sich an deine Hüfte, warm und fest, und der Kontrast – Fleisch und Titan, weich und unnachgiebig – lässt ein Stöhnen aus dir heraus, das du nicht kontrollieren kannst.
Seine Metallhand schiebt sich in den geöffneten Overall, die Sensorfinger streichen über deinen Bauch, tiefer, tiefer, bis sie dich dort finden, wo du längst nass bist. Er spürt jede Nuance, jede Reaktion, jedes Zucken deiner Muskeln. Und er nutzt es.
Zwei Finger gleiten in dich, präzise, rhythmisch, mit einer Genauigkeit, zu der kein Mensch fähig wäre. Sein Mund findet deinen Hals, organische Lippen auf deiner Haut, und du kommst so heftig, dass deine Knie nachgeben. Sein Titanarm fängt dich auf.
»Ich hab dich«, flüstert er. Und du glaubst ihm.
