
Der Regen schlägt gegen seine Fensterscheibe. Du sitzt auf seiner Couch, die Knie angezogen, ein Glas Wein in der Hand, das du nicht mehr trinkst. Sex mit bestem Freund – der Gedanke war immer da. Unter jeder Umarmung. Hinter jedem Lachen, das zu lange dauerte. Heute Nacht ist die Luft anders. Schwerer. Sein Apartment riecht nach Kerzen und nach ihm.
Er kommt aus der Küche. Barfuß. T-Shirt, das an seinen Schultern spannt. Diese Schultern, an denen du schon so oft gelehnt hast. Aber nie so. Nie mit diesem Hunger. Seine Augen sind dunkel, fast schwarz im schwachen Licht der Stehlampe. Er setzt sich neben dich. Zu nah. Genau richtig.
„Du starrst", sagt er leise.
„Ich weiß."
Stille. Der Regen. Sein Atem. Deiner.
Dann legt er seine Hand auf dein Knie. Nicht wie sonst – beiläufig, kumpelhaft. Seine Finger drücken zu. Langsam. Bestimmt. Du stellst das Glas ab. Es klirrt leise auf dem Tisch. Dein Herz hämmert so laut, dass er es hören muss.
„Wenn ich dich jetzt küsse", flüstert er, „gibt es kein Zurück."
Du antwortest nicht mit Worten. Du greifst in sein T-Shirt und ziehst ihn zu dir. Sein Mund trifft deinen – heiß, offen, gierig. Er schmeckt nach Wein und nach Jahren des Wartens. Seine Zunge drängt zwischen deine Lippen, und du stöhnst in seinen Mund, weil sich alles in dir auflöst.
Er schiebt dich zurück in die Kissen. Sein Gewicht auf dir. Endlich. Seine Hände schieben dein Shirt hoch, sein Mund wandert über deinen Hals, dein Schlüsselbein, tiefer. Du grabst deine Nägel in seinen Rücken, spürst seine Muskeln unter deinen Fingern. Er knurrt leise gegen deine Haut.
Du öffnest seine Jeans. Er ist hart, heiß in deiner Hand. Er zieht dir den Slip zur Seite, und als er in dich gleitet, presst du dein Gesicht in seine Halsbeuge. Langsam zuerst. Quälend langsam. Jeder Stoß ein Satz, den ihr euch nie gesagt habt.
Dann schneller. Härter. Deine Beine um seine Hüften. Seine Stirn an deiner. Augen offen. Er sieht dich an, wirklich an, während du kommst – zitternd, laut, seinen Namen auf den Lippen. Er folgt dir Sekunden später, tief in dir, mit einem Laut, der fast wehtut.
Danach Stille. Sein Herzschlag gegen deinen. Der Regen, leiser jetzt.
„Kein Zurück", murmelt er in dein Haar.
Du lächelst. „Wollte ich auch nie."
