
Ich erinnere mich an seinen Blick. Diesen einen Blick gestern Abend, als ich mir das Haar hochsteckte und mich über den Tisch lehnte, um sein Glas nachzufüllen. Sex mit meinem Ehemann – er beginnt nie im Schlafzimmer. Er beginnt genau so. Mit einem Blick, den ich nach acht Jahren Ehe eigentlich nicht mehr erwarten sollte, der mich aber jedes Mal trifft wie beim ersten Mal.
Unsere Küche. Warmes Licht von der einzelnen Kerze auf dem Holztisch. Draußen regnete es, und die Fenster waren beschlagen. Die Kinder schliefen seit einer Stunde. Es roch nach dem Rosmarin vom Abendessen, nach Rotwein, nach uns.
Er sagte nichts. Legte nur die Gabel hin. Ich spürte seinen Blick auf meinem Schlüsselbein, auf dem Ausschnitt meines viel zu weiten Shirts, das von einer Schulter gerutscht war. Seine Augen wurden dunkler. Dieses Dunkelwerden – ich schwöre, davon allein werde ich schon feucht.
Er stand auf, kam um den Tisch herum. Seine Hand an meinem Nacken, fest, bestimmt. Kein Fragen. Er kennt mich. Er weiß, dass ich es genau so will. Sein Mund an meinem Ohr, sein Atem heiß: „Steh auf."
Ich gehorchte. Er drehte mich um, drückte mich mit dem Bauch gegen die Tischkante. Seine Hände schoben mein Shirt hoch, strichen über meine Hüften, zogen mir die Shorts runter. Ich hörte seinen Gürtel, das Klirren der Schnalle, und allein dieses Geräusch ließ mich aufstöhnen.
Er drang von hinten in mich ein, langsam, quälend langsam, bis er ganz in mir war. Ich presste die Handflächen auf die Tischplatte. Er griff in mein hochgestecktes Haar, zog meinen Kopf sanft nach hinten, küsste meinen Hals, während er anfing, sich zu bewegen. Tiefer. Härter. Sex in unserer Beziehung ist so – er kennt jeden Winkel meines Körpers, weiß genau, in welchem Rhythmus ich komme.
Sein Daumen glitt zwischen meine Beine, rieb meine Klitoris, während er mich fickte. Ich biss mir auf die Lippe, um nicht zu laut zu werden. Die Weingläser klirrten mit jedem Stoß. Mein Orgasmus kam wie eine Welle, die sich erst aufbäumt und dann alles mit sich reißt. Er kam Sekunden nach mir, sein Stöhnen gedämpft an meiner Schulter.
Danach standen wir einfach da. Schwer atmend. Verschwitzt. Sein Arm um meinen Bauch. Sein Mund an meiner Schläfe. Acht Jahre. Und ich will ihn immer noch so sehr, dass es wehtut.
