
Die Mittagssonne brennt auf den Garten herunter, als habe jemand einen Ofen aufgerissen. Zwischen den Rosenbeeten flimmert die Luft. Du stehst hinter der Terrassentür, ein Glas Eiswasser in der Hand, und beobachtest ihn – den Gärtner, der seit drei Wochen jeden Dienstag kommt und etwas in dir auslöst, das du nicht mehr kontrollieren kannst. Verbotene Lust im Garten, so hast du es für dich genannt, als wäre ein Name dafür weniger gefährlich.
Er kniet zwischen den Rosen. Sein T-Shirt klebt an seinem Rücken, durchnässt vom Schweiß. Die Muskeln seiner Unterarme spannen sich, wenn er die Erde mit bloßen Händen lockert. Du siehst, wie sich seine Finger in den dunklen Boden graben, langsam, gründlich, und dein Atem wird flacher. Er hat breite Hände. Arbeiter-Hände. Du hast dir schon zu oft vorgestellt, wie sich diese Hände auf deiner Haut anfühlen würden – erdig, rau, bestimmt.
Du trittst hinaus. Barfuß auf den warmen Steinplatten. Er blickt auf. Wischt sich mit dem Handrücken über die Stirn. Sein Blick wandert an dir herunter – dein dünnes Sommerkleid, nichts darunter, das siehst du in seinen Augen, er weiß es.
„Wasser?", fragst du und hältst ihm das Glas hin. Eure Finger berühren sich. Er trinkt nicht sofort. Er sieht dich an. Lange. Die Stille dehnt sich wie Honig in der Hitze.
Dann trinkt er. Ein Tropfen rinnt an seinem Kinn hinab, über seinen Hals. Du hebst die Hand und fängst ihn auf. Dein Finger auf seiner heißen Haut. Er stellt das Glas ins Gras. Seine erdverschmierten Hände legen sich an deine Hüften, ziehen den dünnen Stoff zusammen, und du spürst jeden einzelnen Finger durch das Kleid hindurch.
Er zieht dich langsam zu sich herunter, zwischen die Rosen. Dornen streifen deinen Oberschenkel. Sein Mund findet deinen Hals, schmeckt nach Wasser und Salz. Seine Hand schiebt sich unter den Saum, wandert über deine nackte Haut nach oben, quälend langsam, und du spreizt die Beine, weil du es nicht mehr aushältst.
Als seine rauen Finger dich endlich berühren – dort –, entfährt dir ein Laut, den der ganze Garten hört. Er reibt mit dem Daumen über deine Klitoris, kreisend, während seine anderen Finger in dich gleiten, tief, und du klammert dich an seine Schultern, die nach Erde und Schweiß riechen.
Er fickt dich mit seinen Händen, geduldig und unnachgiebig, bis du zwischen den Rosenbüschen kommst, zitternd, den Mund an seinem Ohr, seinen Namen stöhnend. Die Erde unter dir ist warm. Sein Daumen bewegt sich weiter, melkt den letzten Schauer aus deinem Körper.
Er küsst deine Schläfe. Steht auf. Greift wieder zur Gartenschere. Als wäre nichts gewesen. Aber sein Blick sagt: nächsten Dienstag.
