
Das Großraumbüro ist längst leer. Nur deine Schreibtischlampe brennt noch, ein warmer Kegel Licht inmitten dunkler Monitore und verlassener Stühle. Draußen glitzert die Stadt hinter den bodentiefen Fenstern, und die Stille ist so vollständig, dass du deinen eigenen Atem hörst. Du hast dich freiwillig für die Überstunden mit der Chefin gemeldet – angeblich wegen der Quartalszahlen. Aber du weißt genau, warum du noch hier bist.
Sie heißt Kathrin. Mitte dreißig, immer in maßgeschneiderten Blazern, die ihre Schultern betonen. Ihre Stimme ist das, was dich fertigmacht – ruhig, präzise, mit einem unterschwelligen Befehlston, der dir jedes Mal einen Schauer über den Rücken jagt. Wenn sie sich über deinen Schreibtisch beugt, um etwas auf dem Bildschirm zu zeigen, riechst du ihr Parfüm. Etwas Herbes, Warmes. Und du vergisst jedes Mal, was sie gerade gesagt hat.
Jetzt steht sie hinter dir. Du spürst ihre Nähe, bevor du sie siehst. Ihre Finger legen sich auf deine Schulter – leicht, fast beiläufig. „Zeig mir die letzte Folie nochmal." Ihre Stimme ist leiser als sonst. Ihr Daumen streicht über deinen Nacken, so langsam, dass du dir nicht sicher bist, ob es Absicht ist. Du klickst irgendwohin. Es ist die falsche Folie. Es ist dir egal.
Sie beugt sich vor, ihr Mund neben deinem Ohr. „Konzentrier dich." Aber ihr Atem ist warm auf deiner Haut, und ihre Hand wandert von deiner Schulter tiefer, über dein Schlüsselbein, ruht auf deiner Brust. Du spürst, wie dein Herz dagegen hämmert, und du weißt, dass sie es auch spürt.
Du drehst den Stuhl. Sie weicht nicht zurück. Ihre Augen sind dunkel, der Blazer offen, darunter nur ein dünnes Top. Deine Hände finden ihre Hüften, ziehen sie näher. Sie setzt sich auf deinen Schoß, langsam, kontrolliert – wie alles, was sie tut. Ihre Stirn berührt deine. Einen Moment lang atmet ihr nur.
Dann küsst sie dich. Nicht sanft. Fordernd. Ihre Zunge in deinem Mund, ihre Finger in deinen Haaren, ihr Griff fest und bestimmt. Du schiebst das Top hoch, deine Hände auf ihrer warmen Haut, ihren Brüsten. Sie stöhnt leise gegen deine Lippen, reibt sich auf deinem Schoß, und du wirst so hart, dass es wehtut.
Sie öffnet deine Hose mit geübten Fingern, umschließt deinen Schwanz, streicht quälend langsam auf und ab. „Wie lange wolltest du das schon?", flüstert sie. Du kannst nicht antworten, weil sie dich gleichzeitig in sich gleiten lässt – heiß, eng, unerträglich langsam – Zentimeter für Zentimeter, bis du ganz in ihr bist.
Sie bewegt sich in ihrem eigenen Rhythmus. Kontrolliert. Bestimmt. Deine Hände auf ihrem Arsch, ihr Atem an deinem Hals, das leise Knarzen des Bürostuhls. Du kommst mit ihrem Namen auf den Lippen, und sie folgt dir Sekunden später, zitternd, die Finger in dein Hemd gekrallt.
Danach Stille. Die Stadt glitzert. Kathrin streicht dir eine Strähne aus der Stirn und lächelt. „Morgen wieder Überstunden?"
