
Ich erinnere mich an den Moment, als ihre Absätze im leeren Flur verstummten und sie in meiner Bürotür stand. Es war längst nach acht. Sex mit meiner Sekretärin – monatelang hatte ich den Gedanken weggeschoben, und an diesem Abend war es mir endgültig egal.
Das Büro lag still. Nur das Summen der Klimaanlage und das ferne Rauschen der Stadt drangen durch die Fensterfront im zwanzigsten Stock. Mein Schreibtischlampe warf einen warmen Kegel auf die Akten, der Rest versank in Halbdunkel. Die Reinigungskräfte waren durch, die Etage verlassen. Wir waren allein.
Jana. Dreißig, dunkles Haar, das sie tagsüber streng zusammensteckte. An diesem Abend hatte sie es gelöst. Es fiel über ihre Schultern, und ich sah zum ersten Mal, wie lang es wirklich war. Sie trug noch die enge schwarze Bluse von der Vorstandspräsentation, die oberen zwei Knöpfe offen. Ihre Augen – dieses ruhige, wissende Grün – hielten meinen Blick fest, während sie die Tür hinter sich schloss. Nicht zuzog. Schloss.
„Die Berichte können warten", sagte sie leise. Mehr brauchte es nicht.
Ich stand auf, ging um den Schreibtisch herum. Meine Hand legte sich an ihren Hals, Daumen an ihrem Kiefer. Sie atmete scharf ein, aber wich nicht zurück. Ich küsste sie, und sie schmeckte nach Kaffee und nach etwas Verbotenem. Ihre Finger zerrten mein Hemd aus der Hose, Nägel über meinen Bauch, ungeduldig, fordernd.
Ich schob sie rückwärts gegen den Schreibtisch. Akten rutschten zu Boden, ihr Rock glitt hoch, als ich sie auf die Kante setzte. Ihre Beine schlangen sich um meine Hüften. Sie war feucht, als meine Finger zwischen ihre Schenkel glitten, über den dünnen Stoff ihres Slips. „Nicht necken", flüsterte sie heiser und schob meine Hand direkt hinein.
Sex im Büro fühlt sich an wie gestohlene Zeit. Jede Berührung intensiver, weil sie nicht hierhergehört. Ich fickte sie auf meinem Schreibtisch, ihre Fersen in meinen Rücken gepresst, ihre Stöhner gedämpft an meiner Schulter. Sie kam zuerst – ich spürte, wie sie sich um mich zusammenzog, zitternd, den Kopf in den Nacken geworfen. Dann ließ ich los, tief in ihr, mit einem Laut, den ich nicht mehr kontrollieren konnte.
Danach lagen verstreute Akten auf dem Boden. Ihre Bluse war zerknittert, mein Hemd halb offen. Sie strich sich das Haar zurück, lächelte schief und sagte: „Morgen früh Vorstandsmeeting, neun Uhr."
Als wäre nichts gewesen. Aber alles war anders.
