
Das Großraumbüro ist längst dunkel. Nur hinter der Glastür zum Eckbüro brennt noch Licht – deins. Überstunden mit dem Chef, hat er gesagt. Wichtige Quartalszahlen. Du hast genickt, professionell, obwohl dein Magen diesen kleinen Salto gemacht hat, den er immer macht, wenn Henrik dich direkt anschaut.
Henrik. Ärmel hochgekrempelt, Krawatte gelockert, dieses verdammte Lächeln, das immer ein bisschen schief ist. Er lehnt an der Schreibtischkante, scrollt durch Tabellen auf seinem Laptop und riecht nach teurem Aftershave und einem langen Arbeitstag. Die Mischung sollte nicht so gut sein. Ist sie aber.
„Du starrst", sagt er, ohne aufzublicken.
„Tu ich nicht."
„Tust du doch." Er klappt den Laptop zu. Jetzt schaut er dich an. Langsam, von deinen Knien aufwärts, über den schmalen Rock, die Bluse, deinen Mund. „Schon den ganzen Abend."
Du verschränkst die Arme. „Vielleicht starrst du."
Er steht auf, kommt näher. Einen Schritt. Zwei. Sein Knie berührt deins, und du spreizt die Beine ein winziges Stück – gerade genug, dass er es bemerkt. Sein Blick wird dunkler.
„Gefährliches Spiel", murmelt er.
„Dann hör auf, so nah zu stehen."
Er hört nicht auf. Seine Hand legt sich auf dein Knie, warm und fest, schiebt sich unter den Rocksaum. Du atmest scharf ein, greifst nach seiner Krawatte und ziehst ihn runter zu dir. Der Kuss ist hart, hungrig, als hätte er sich den ganzen Tag zurückgehalten. Vielleicht hat er das.
Seine Finger finden den Bund deines Slips, schieben ihn zur Seite. Du bist nass, und er stöhnt leise gegen deinen Mund, als er es spürt. Zwei Finger gleiten in dich, langsam, quälend langsam, während sein Daumen über deine Klit kreist.
„Mehr", sagst du – kein Bitten, ein Befehl.
Er dreht dich um, drückt dich sanft über die Schreibtischkante. Papiere rascheln, ein Stift rollt zu Boden. Sein Gürtel klirrt. Dann spürst du ihn – heiß, hart, wie er sich von hinten in dich schiebt, tief und gleichmäßig. Deine Finger krallen sich in das kühle Holz.
Er fickt dich mit diesem perfekten Rhythmus, erst kontrolliert, dann immer schneller, seine Hüften gegen deinen Arsch, sein Atem rau an deinem Ohr. „Komm für mich", flüstert er, und du gehorchst – zitternd, laut, die Stirn auf den Aktenordnern.
Danach: Stille. Sein Lachen, warm und leise. Er küsst deinen Nacken.
„Selbe Zeit morgen?"
Du grinst. „Ich bring Kaffee mit."
