
Das Großraumbüro lag still. Bildschirme dunkel, Stühle verlassen, nur das leise Summen der Klimaanlage füllte die Etage. Eine einzelne Schreibtischlampe warf einen warmen Kegel auf Aktenordner und eine halbvolle Kaffeetasse. Sex mit Praktikantin – ein Gedanke, den er seit Wochen verdrängte, seit sie zum ersten Mal durch die Glastür getreten war.
Lena. Dreiundzwanzig, dunkle Locken, die ihr ständig ins Gesicht fielen. Ein Lächeln, das immer eine Spur zu lange dauerte. Die Art, wie sie sich über seinen Schreibtisch beugte, um auf den Bildschirm zu schauen, ihren Duft nach Orangenblüte dabei so nah, dass er die feinen Härchen an ihrem Nacken sehen konnte.
Es war kurz nach acht, als sie zurückkam. Er hörte ihre Absätze auf dem Linoleum, bevor er sie sah. Sie stand in der Tür, Bluse leicht geöffnet, eine vergessene Tasche als Vorwand in der Hand. Ihre Augen fanden seine. Kein Lächeln diesmal. Etwas Dunkleres.
»Ich dachte, du bist noch hier«, sagte sie leise.
Er lehnte sich im Stuhl zurück. »Und wenn ich es nicht gewesen wäre?«
»Dann wäre ich trotzdem gekommen.«
Sie ließ die Tasche fallen. Der Aufprall hallte durch die leere Etage. Drei Schritte, dann stand sie zwischen seinen Beinen. Ihre Finger griffen in seine Krawatte, zogen ihn hoch. Ihr Mund traf seinen – hungrig, ungeduldig, als hätte sie wochenlang gewartet.
Er schob sie rückwärts gegen den Schreibtisch. Akten rutschten zu Boden, die Kaffeetasse klirrte. Seine Hände schoben ihren Rock hoch, spürten warme Haut über den Strumpfrändern. Sie keuchte an seinem Ohr, als seine Finger ihren Slip zur Seite zogen und sie feucht und heiß fanden.
»Nicht aufhören«, flüsterte sie. Ihre Beine schlangen sich um seine Hüften.
Er drang in sie ein, und sie stöhnte so laut, dass es von den Glaswänden widerhallte. Sex im Büro – auf seinem Schreibtisch, im Schein der einzelnen Lampe, die Stadt unter ihnen glitzernd und ahnungslos. Sie krallte sich in seine Schultern, während er tiefer stieß, härter, ihren Rhythmus fand.
Ihre Stimme brach. Ihr Körper spannte sich, zitterte, und sie kam mit einem unterdrückten Schrei, der in seinem Hemd erstickte. Er folgte Sekunden später, presste seine Stirn gegen ihre, beide atemlos, verschwitzt, endlich ehrlich.
Draußen fuhr ein Aufzug nach oben. Lena lachte leise, ihre Locken an seiner Wange. »Morgen früh musst du mir trotzdem die Quartalszahlen erklären.«
