
Ich erinnere mich an den Moment, als es an meiner Tür klingelte. Halb zwei nachts, Mitte Januar. Die Heizung war ausgefallen, ich fror in meiner Wohnung, eingewickelt in zwei Decken, und hatte den Notdienst gerufen, ohne groß nachzudenken. Wenn ich ehrlich bin – und das hier ist mein Tagebuch, also bin ich ehrlich – dann gehören sexgeschichten notdienst spät nachts normalerweise nicht zu meinem Leben. Bis zu dieser Nacht.
Die Wohnung war dunkel, nur eine Kerze auf der Küchentheke. Kondenswasser an den Fenstern. Mein Atem dampfte leicht. Ich trug ein übergroßes T-Shirt und Wollsocken, nichts weiter. Hatte nicht damit gerechnet, dass er so aussehen würde.
Er war groß. Breite Schultern unter der dunkelblauen Arbeitsjacke, die Hände rau, als er sich die Handschuhe auszog. Dunkle Augen, ein Dreitagebart, der ihm etwas Verwegenes gab. Er roch nach kalter Nachtluft und einem Hauch Aftershave. Beim Bücken zur Heizung spannte sich sein Shirt über den Rücken. Ich starrte. Er bemerkte es.
„Wird ne Weile dauern", sagte er und sah mich von unten an, kniend vor dem Heizkörper. Etwas an diesem Blick – von unten, direkt, mit einem halben Lächeln. Mein Magen zog sich zusammen.
Ich bot ihm Tee an. Unsere Finger berührten sich an der Tasse. Er stellte sie ab, ohne zu trinken. „Du zitterst ja", sagte er leise und legte mir seine warme Hand auf den Unterarm. Ich zitterte nicht vor Kälte. Nicht mehr.
Ich weiß nicht, wer den ersten Schritt machte. Vielleicht ich, als ich seine Hand nahm und an meine Hüfte legte. Vielleicht er, als seine Finger unter mein T-Shirt glitten und meine nackte Haut fanden. „Fuck, du bist eiskalt", flüsterte er, und dann presste er seinen warmen Mund auf meinen Hals, und ich war verloren.
Er hob mich auf die Küchentheke, schob mein Shirt hoch, küsste meinen Bauch, meine Brüste, saugte an meinen harten Nippeln, bis ich stöhnte. Ich spreizte die Beine, zog ihn an mich. Seine Finger schoben meinen Slip zur Seite, fanden mich nass. „So kalt und trotzdem so feucht", murmelte er gegen meine Haut. Zwei Finger in mir, sein Daumen auf meiner Klitoris – rhythmisch, bestimmt.
Ich zerrte seine Hose auf. Er fickte mich dort auf der Küchentheke, tief und langsam zuerst, dann härter, meine Beine um seine Hüften geschlungen. Die Kerze flackerte. Ich kam so heftig, dass ich sein Shirt zerriss.
Er reparierte danach die Heizung. Ich lag auf dem Küchenboden und lächelte an die Decke. Bevor er ging, kritzelte er seine Nummer auf die Rechnung.
Die Heizung funktioniert seitdem einwandfrei. Ich überlege trotzdem, ob ich sie wieder kaputt mache.
