
Es gibt Sexgeschichten vom Klempner im Badezimmer, die wie schlechte Pornos anfangen. Deine beginnt mit einem tropfenden Wasserhahn an einem Dienstagnachmittag, einer feuchten Hitze, die sich zwischen den Kacheln staut, und einem Mann, der vor deiner Tür steht und ruhiger lächelt, als er sollte.
Er ist nicht das, was du erwartet hast. Kein Bierbauch, kein schiefes Grinsen. Stattdessen: breite Schultern unter einem dunkelblauen Arbeitshemd, Ärmel hochgekrempelt über gebräunte Unterarme. Hände, die aussehen, als könnten sie zupacken – und gleichzeitig vorsichtig sein. Sein Blick bleibt eine Sekunde zu lang an deinem hängen, als du ihn ins Bad führst.
Du lehnst im Türrahmen. Siehst zu, wie er sich hinkniet, den Werkzeugkasten öffnet, sich unter das Waschbecken schiebt. Sein Hemd rutscht hoch. Ein Streifen Haut über dem Hosenbund, eine feine Linie dunkler Haare. Du schluckst. Der Raum ist klein. Zu klein. Du riechst Seife und darunter etwas Wärmeres, Männlicheres.
„Kannst du mir mal das Licht halten?" Seine Stimme hallt leise von den Fliesen wider. Du gehst in die Hocke neben ihm, die Taschenlampe in der Hand. Dein Knie berührt seins. Keiner von euch rückt weg.
Er dreht den Kopf. Sein Gesicht ist jetzt nah, so verdammt nah. Du siehst einen Wassertropfen an seiner Schläfe hinablaufen. Dein Atem geht flacher. „Halt still", flüstert er, aber er meint nicht die Lampe. Seine Hand legt sich auf dein Knie – langsam, prüfend, als würde er dir Zeit geben, wegzuziehen. Du ziehst nicht weg.
Seine Finger wandern an der Innenseite deines Oberschenkels nach oben. Quälend langsam. Zentimeter für Zentimeter. Du lässt die Taschenlampe sinken. Im Halbdunkel findest du seinen Mund – weich zuerst, dann hungrig. Er schmeckt nach Kaffee und nach etwas Verbotenem.
Er dreht dich mit dem Rücken gegen die kühlen Fliesen. Die Kälte schießt durch dein Shirt, aber seine Hände brennen dagegen an. Er schiebt den Stoff hoch, sein Daumen streicht über deine Brustwarze, und du stöhnst in seinen Mund. „Leiser", raunt er, „die Wände sind dünn." Aber sein Grinsen sagt: Sei so laut du willst.
Er kniet sich vor dich hin. Diesmal nicht wegen des Rohrs. Seine Lippen wandern über deinen Bauch, seine Finger haken sich in deinen Hosenbund. Er sieht zu dir hoch – ein einziger fragender Blick. Du nickst, und er zieht den Stoff herunter.
Seine Zunge findet dich – heiß, langsam, präzise. Jede Bewegung ein bewusstes Versprechen. Deine Finger graben sich in sein Haar, die Fliesen hinter dir beschlagen von deinem Atem. Du kommst mit seinem Namen auf den Lippen, den du nicht einmal kennst.
Hinterher repariert er den Wasserhahn. Er tropft nicht mehr. Aber du – du bist noch lange nicht trocken.
