
Die Bar lag im Untergeschoss eines alten Backsteingebäudes, erreichbar nur über eine schmale Treppe, deren Stufen unter jedem Schritt knarrten. Bernsteinfarbenes Licht fiel aus Messinglampen auf dunkles Holz, auf halbvolle Gläser, auf Rauchschwaden, die sich unter der niedrigen Decke kräuselten. Wer nach Sexgeschichten mit einer Frau in Lederleggings suchte, hätte genau hier anfangen müssen – an diesem Tresen, an diesem Abend.
Er sah sie, bevor er überhaupt seinen Drink bestellt hatte. Sie lehnte seitlich an der Bar, ein Bein leicht angewinkelt, den Ellenbogen auf dem polierten Holz. Ihre Lederleggings lagen wie eine zweite Haut an ihren Beinen – jede Linie ihrer Oberschenkel sichtbar, jede Bewegung ein Schimmern unter dem warmen Licht. Dazu ein schlichtes schwarzes Top, das an ihren Schultern herabrutschte. Dunkle Haare, nachlässig nach hinten gestrichen. Volle Lippen an einem Cocktailglas. Ihre Augen fanden seine.
Sie hielt den Blick. Nicht herausfordernd. Nicht schüchtern. Wissend.
Er ging zu ihr. Kein Lächeln, keine plumpe Anmache. Er stellte sich neben sie, bestellte, sagte nichts. Sie ließ die Stille arbeiten. Dann, nach einem langen Moment, beugte sie sich zu ihm, ihre Lippen an seinem Ohr: „Du starrst."
„Schwer, das nicht zu tun."
Ihr Mundwinkel zuckte. Ihre Hand legte sich auf seinen Oberschenkel, ganz beiläufig, und blieb dort. Er spürte die Wärme durch den Stoff seiner Hose. Ihre Finger bewegten sich nicht. Noch nicht.
Zehn Minuten später standen sie im Flur hinter der Toilette, dort, wo die Musik nur noch ein dumpfes Pochen war. Sie drückte ihn gegen die raue Ziegelwand. Ihre Hände öffneten seinen Gürtel mit einer Geschwindigkeit, die keinen Zweifel ließ. Er griff nach ihren Hüften, fühlte das glatte, warme Leder unter seinen Fingern, zog sie an sich.
Sie drehte sich um, stützte die Hände gegen die Wand. Er schob die Lederleggings über ihre Hüften, langsam, das Material gab mit einem leisen Knarzen nach. Darunter nichts. Nur ihre Haut, heiß und glatt. Er presste sich an sie, sein Schwanz glitt zwischen ihre Schenkel, fand sie nass, bereit. Sie stöhnte leise, als er in sie eindrang – ein tiefer, kontrollierter Laut, der in der Enge des Flurs nachhallte.
Er fickte sie mit langsamen, festen Stößen. Ihre Finger krallten sich in den Putz. Das Leder spannte um ihre Oberschenkel, glänzte im Halbdunkel. Jedes Mal, wenn er tiefer stieß, entwich ihr ein Laut – rauer, ungeduldiger. Sie griff nach hinten, zog ihn an der Hüfte näher, bestimmte den Rhythmus. Schneller. Härter.
Sie kam zuerst – ein Zittern, das durch ihren ganzen Körper lief, ihre Muskeln um ihn zusammenzogen. Er folgte Sekunden später, die Stirn an ihrem Nacken, den Geruch von Leder und ihrem Parfum in der Nase.
Stille. Schweres Atmen. Sie zog die Leggings hoch, strich sich das Haar zurück. Dann drehte sie sich um, küsste ihn einmal – langsam, mit offenem Mund – und ging zurück an die Bar, als wäre nichts gewesen.
