
Die Bar ist fast leer. Warmes Licht fällt auf dunkles Holz, leiser Bass vibriert unter deinen Füßen. Du drehst dein Glas zwischen den Fingern, als sich jemand neben dich setzt. Sein Unterarm liegt auf der Theke – und du siehst es sofort: schwarze Linien, die sich von seinem Handgelenk bis unter den hochgekrempelten Ärmel winden. Diese Sexgeschichten mit einem Mann mit Tattoo am Unterarm, die du dir nachts angehört hast – plötzlich sitzt eine davon direkt neben dir.
Er bestellt, ohne dich anzusehen. Markantes Kinn, dunkler Dreitagebart, Augen, die im Halbdunkel fast schwarz wirken. Dann dreht er den Kopf. Sein Blick wandert über dein Gesicht, langsam, ohne Eile. Er lächelt nicht. Er weiß einfach.
„Du starrst", sagt er leise. Seine Stimme ist tief, rau am Rand. Du spürst sie zwischen deinen Beinen.
„Dein Tattoo", sagst du. Er hebt den Arm, dreht ihn langsam für dich. Geometrische Muster, die sich ineinander verschlingen, eine Schlange, die sich durch Dornen windet. Du streckst die Hand aus und fährst mit der Fingerspitze über die Linien. Seine Haut ist warm. Er zieht scharf die Luft ein.
Zwanzig Minuten später drückt er dich in seiner Wohnung gegen die Flurwand. Seine tätowierten Hände schieben dein Kleid hoch, greifen fest in deine Hüften. Du spürst jede einzelne Fingerkuppe. Er küsst deinen Hals, beißt leicht in die empfindliche Stelle unter deinem Ohr, und du stöhnst so laut, dass es dich selbst überrascht.
Er geht vor dir auf die Knie. Sein tätowierter Unterarm liegt auf deinem Oberschenkel, hält dich geöffnet, während seine Zunge dich findet. Langsam. Präzise. Du vergräbst die Finger in seinen Haaren und drückst sein Gesicht fester gegen dich. Er stöhnt in deine Nässe hinein, und die Vibration schickt Schauer durch deinen ganzen Körper.
Als er aufsteht, dreht er dich um. Deine Handflächen gegen die kühle Wand. Er schiebt sich von hinten in dich – tief, langsam, bis du ihn ganz spürst. Sein Atem brennt an deinem Nacken. Sein tätowierter Arm schlingt sich um deinen Bauch, zieht dich enger an sich, während er den Rhythmus steigert.
Du kommst mit seinem Namen auf den Lippen – einem Namen, den du nicht einmal kennst. Nur ein Keuchen, das sich zu einem langen, zitternden Stöhnen formt, während er dich hält, bis die letzte Welle durch dich hindurchrollt.
Danach Stille. Sein Mund an deiner Schulter. Seine Finger zeichnen langsam Linien auf deiner Haut – als würde er dich tätowieren.
