
Es gibt Sexgeschichten, die beginnen nicht mit einem Kuss, nicht mit einer Berührung – sondern mit einer Bewegung. Einer einzelnen, beiläufigen Bewegung. Seiner Hand, die den Stoff seines weißen Hemdes greift und ihn langsam über den Unterarm schiebt. Einmal links. Einmal rechts. Und plötzlich ist die Luft im Großraumbüro nicht mehr dieselbe.
Spätnachmittag. Das Licht der tiefstehenden Sonne fällt in breiten, goldenen Bahnen durch die Fensterfront. Die meisten Kollegen sind längst gegangen. Es riecht nach aufgewärmtem Kaffee und dem Holz der alten Schreibtische. Der Mann mit den hochgekrempelten Ärmeln sitzt drei Tische weiter. Jonas. Dunkles Haar, das ihm in die Stirn fällt. Ein Dreitagebart, der seinen Kiefer scharf zeichnet. Aber es sind seine Unterarme, die Lena den Verstand rauben – die Sehnen, die sich unter gebräunter Haut abzeichnen, wenn er tippt. Die Adern, die sich von seinen Handgelenken hinaufziehen wie eine Landkarte, der sie mit den Augen folgen will.
Lena steht auf. Ihre Absätze klacken über den Flurboden. Sie braucht keinen Vorwand, aber sie nimmt trotzdem einen mit – eine Akte, die sie ihm auf den Tisch legt. Er blickt auf. Seine Augen wandern über ihren Körper, langsam, unverschämt direkt. Sie lehnt sich an seine Tischkante, lässt ihren Rock ein Stück höher rutschen.
„Alle weg", sagt sie leise.
Er antwortet nicht mit Worten. Seine Hand – diese Hand – legt sich auf ihr Knie. Warm. Fest. Seine Finger schieben sich an der Innenseite ihres Oberschenkels nach oben, und sie spreizt die Beine, als hätte ihr Körper schon Wochen auf genau diesen Moment gewartet. Sein Unterarm spannt sich an, als er sie vom Tisch zieht und auf seinen Schoß setzt. Sie spürt seine Härte durch den Stoff seiner Hose, reibt sich dagegen, greift seine Unterarme, umschließt sie mit beiden Händen, fühlt die Muskeln unter der Haut arbeiten.
Er schiebt ihren Slip zur Seite. Zwei Finger gleiten in sie hinein, langsam, tief, und sie stöhnt gegen seinen Hals, beißt in die Sehne, die dort so verführerisch hervorsteht. Er fickt sie mit der Hand, rhythmisch, unnachgiebig, sein Daumen kreist über ihre Klitoris, und sie klammert sich an seinen Unterarm, spürt jede Bewegung seiner Sehnen unter ihren Fingern.
„Sieh mich an", flüstert er.
Sie gehorcht. Sein Blick ist dunkel, konzentriert, als würde er jeden ihrer Atemzüge lesen. Er steigert das Tempo. Ihre Oberschenkel zittern. Das Büro verschwimmt. Sie kommt hart, pulsierend um seine Finger, den Mund offen, lautlos, seine Unterarme fest in ihren Händen.
Das Sonnenlicht schwindet. Auf seinem weißen Hemd – ein Abdruck ihres Lippenstifts. Er krempelt die Ärmel nicht herunter.
