
Das Treppenhaus riecht nach Beton und Regen. Eine einzelne Neonröhre flackert im dritten Stock, wirft zuckende Schatten über die nackten Wände. Wer nach Sexgeschichten sucht, in denen Frau und Mann sich an Orten treffen, die nicht dafür gemacht sind – hier beginnt eine. Es ist kurz nach Mitternacht. Die Nachtschicht ist vorbei. Das Industriegebäude liegt still.
Sie kommt die Treppe herunter. Arbeitsschuhe, offener Kittel über einem schwarzen Top, das an ihren Brüsten spannt. Kurze dunkle Haare, die feucht an den Schläfen kleben. Ein Gesicht, das scharf geschnitten ist, fast streng – bis sie lächelt. Dann wird alles weich. Ihre Augen sind dunkelbraun, fast schwarz im schlechten Licht, und sie hat diese Art, den Kopf schräg zu legen, wenn sie jemanden ansieht. Als würde sie abwägen, was sie mit ihm machen will.
Er lehnt am Treppengeländer. Eine Etage tiefer. Breite Schultern, Dreitagebart, Hände, die nach Maschinenöl riechen. Er hat sie seit Wochen beobachtet. Sie ihn auch. Heute Nacht treffen sich ihre Blicke, und keiner schaut weg.
Sie bleibt zwei Stufen über ihm stehen. Genau auf Augenhöhe mit seinem Mund. „Du gehst noch nicht." Es ist keine Frage. Er schüttelt den Kopf. Sein Atem geht schneller.
Sie greift nach seinem Kragen und zieht ihn zu sich. Der Kuss ist hart, offen, hungrig. Ihre Zunge stößt gegen seine, und er schmeckt Kaffee und etwas Süßes. Seine Hände fahren unter den Kittel, umfassen ihre Taille, schieben sich tiefer. Sie stöhnt in seinen Mund, als seine Finger über ihren Arsch streichen, zupacken, kneten.
Sie dreht ihn herum, drängt ihn mit dem Rücken gegen die kalte Betonwand. Ihre Hand gleitet über seinen Bauch nach unten, öffnet den Knopf seiner Hose, schiebt sich hinein. Er ist hart. Sie umschließt seinen Schwanz, beginnt ihn langsam zu reiben. „So lange gewartet", flüstert sie an seinem Hals, und ihre Zähne streifen seine Haut.
Er zieht ihre Hose herunter, gerade genug. Seine Finger finden sie nass, heiß, bereit. Zwei Finger gleiten in sie hinein, und sie presst ihre Stirn gegen seine Schulter, keucht. Die Neonröhre flackert. Irgendwo tropft Wasser.
Sie führt ihn in sich ein, ein Bein um seine Hüfte geschlungen. Der erste Stoß drückt ihr die Luft aus den Lungen. Er fickt sie gegen das Geländer, rhythmisch, tief, und sie krallt sich in seinen Nacken. Das Metall vibriert unter ihnen. Jeder Stoß hallt im Treppenhaus wider – ein obszönes Echo, das niemand hört.
Sie kommt zuerst. Laut, unkontrolliert, ihr ganzer Körper zitternd um ihn herum. Er folgt Sekunden später, stöhnt in ihre Haare, hält sie fest, als würde alles zusammenbrechen, wenn er loslässt.
Stille. Nur ihr Atem. Die Neonröhre summt. Sie streicht ihm über die Wange, lächelt dieses Lächeln. „Morgen wieder Nachtschicht?" Er nickt. Sie küsst ihn kurz, zieht sich an und geht die Treppe hinunter. Ihre Schritte verklingen. Er bleibt stehen, lehnt an der kalten Wand und grinst in die Dunkelheit.
