
Es gibt Nächte, in denen du eigentlich nur einen Kaffee willst – und dann sitzt sie da. Wenn du an sexgeschichten frau mit dunklen haaren denkst, dann stellst du dir vielleicht etwas Bestimmtes vor. Aber nichts hätte dich auf sie vorbereitet. Auf dieses Nachtcafé mit den beschlagenen Scheiben, den flackernden Kerzen auf dunklem Holz, den Regen draußen, der alles andere auslöscht.
Sie sitzt an der Theke. Allein. Ihr Haar fällt offen über beide Schultern, schwarz und so dicht, dass das Kerzenlicht darin verschwindet. Ihr Profil ist scharf – hohe Wangenknochen, volle Lippen, die sich gerade um den Rand einer Tasse schließen. Sie trägt etwas Dunkles, Enges. Du siehst den Ansatz ihres Schlüsselbeins, die leichte Wölbung ihrer Brust unter dem Stoff. Und du bleibst stehen.
Zu lange. Sie bemerkt es. Dreht den Kopf. Ihre Augen sind so dunkel wie ihr Haar, und sie mustert dich langsam – von unten nach oben, ohne Eile, ohne Lächeln. Dann nickt sie kaum merklich zum leeren Hocker neben sich.
Du setzt dich. Sie sagt nichts. Du sagst nichts. Zwischen euch liegt vielleicht eine Handbreit Luft, und du spürst die Wärme ihrer Haut durch diese lächerliche Distanz hindurch. Ihr Knie berührt deins – nur eine Sekunde, vielleicht Zufall. Aber sie zieht es nicht weg. Du auch nicht.
Minuten vergehen. Sie dreht ihre Tasse. Ihre Finger sind lang, die Nägel dunkel lackiert. Dann lehnt sie sich zu dir, und ihr Haar streift deinen Unterarm. „Du starrst", flüstert sie. Ihr Atem riecht nach Espresso und etwas Süßem.
„Stimmt", sagst du. Mehr nicht. Sie lächelt zum ersten Mal – langsam, wissend.
Ihre Hand legt sich auf dein Knie. Nicht fest, nicht drängend. Nur da. Ihr Daumen zeichnet einen kleinen Kreis auf der Innenseite deines Oberschenkels, und dein Atem wird schwerer. Sie rückt näher. Ihre Lippen streifen dein Ohr. „Ich wohne über dem Café."
Im Treppenhaus drückst du sie gegen die Wand. Endlich. Ihr Mund schmeckt heiß und bitter, ihre Zunge findet deine sofort. Ihre Hände ziehen dein Hemd aus der Hose, ihre Nägel kratzen über deinen Bauch. Du vergräbst beide Hände in diesem schwarzen Haar, ziehst ihren Kopf sanft zurück, küsst ihren Hals, ihre Kehle, das weiche Stück Haut unter ihrem Ohr. Sie stöhnt leise, presst ihre Hüften gegen deine, und du spürst, wie feucht sie durch den dünnen Stoff hindurch schon ist.
In ihrer Wohnung fällt ihr aufs Bett. Kein Licht – nur der Regen und ihr Atem. Du ziehst ihr Kleid langsam über die Hüften, küsst jeden Zentimeter, den du freilegst. Sie spreizt die Beine, zieht dich an den Haaren zwischen ihre Schenkel. Deine Zunge findet sie – heiß, geschwollen, nass. Sie kommt langsam, zitternd, mit deinem Namen auf den Lippen, den sie gar nicht kennt.
Danach liegt ihr still. Ihr Haar über deiner Brust wie ein dunkler Fluss. Der Regen hört nicht auf.
