
Das Schlafzimmerfenster steht offen. Warme Sommerluft schiebt sich durch den Spalt, bewegt die Vorhänge kaum merklich. Das Laken ist zerknautscht, die Nachttischlampe wirft bernsteinfarbenes Licht auf weiße Baumwolle. Wer nach Sexgeschichten Frau mit lockigen Haaren sucht, findet hier genau das Bild, das sich in den Kopf brennt – denn sie steht am Fußende des Bettes, und alles, was er sehen kann, sind diese Locken.
Dunkelbraune Spiralen, die ihr über die Schultern fallen, schwer und wild und ungebändigt. Sie hat sie den ganzen Abend hochgesteckt getragen. Jetzt zieht sie die letzte Nadel heraus, und die Masse fällt, federt, rahmt ihr Gesicht ein. Ihre Augen sind dunkel unter dem schweren Haar. Ihr Mund ist leicht geöffnet. Sie trägt nichts außer diesen Locken.
Er liegt auf dem Rücken, nackt, die Hände neben dem Kopf. Sie hat ihm gesagt, er soll sie dort lassen. Sie kniet sich aufs Bett, kriecht langsam über ihn, und das Erste, was ihn berührt, ist ihr Haar. Es streift über seinen Bauch, kitzelt seine Rippen, schleift über seine Brust wie hundert weiche Finger. Er atmet scharf ein.
Sie senkt den Kopf. Ihre Locken fallen über seinen Schwanz, bevor ihre Lippen ihn erreichen. Er spürt die seidigen Strähnen an seinen Oberschenkeln, an seiner Hüfte, überall gleichzeitig. Dann ihren heißen Mund. Langsam. Quälend langsam. Sie nimmt ihn tief, und wenn sie den Kopf hebt, streifen ihre Locken feucht über seine Haut.
Er greift in ihr Haar. Kann nicht anders. Seine Finger versinken in den Spiralen, spüren die Wärme ihrer Kopfhaut. Sie stöhnt um ihn herum, und die Vibration jagt ihm einen Schauer durch den ganzen Körper. Sie richtet sich auf, schwingt ein Bein über seine Hüfte und lässt sich auf ihn sinken – langsam, Zentimeter für Zentimeter.
Ihre Locken fallen nach vorn, bilden einen Vorhang um beider Gesichter. Er riecht ihr Shampoo, Kokos und etwas Herbes. Sie bewegt sich, rollt die Hüften, und ihr Haar schwingt im Rhythmus, streicht über seine Brust. Er fasst ihre Hüften, zieht sie tiefer. Sie wirft den Kopf zurück, und die wilde Mähne fegt über seinen Bauch.
Sie kommt zuerst. Ihre Locken zittern, als der Orgasmus sie durchfährt. Er folgt Sekunden später, die Finger in ihrem Haar vergraben, das Gesicht an ihrem Hals. Danach liegt sie auf ihm, schwer und warm, und ihre Locken breiten sich über sein Kissen aus wie eine dunkle Krone.
