
Die Hotelbar ist fast leer. Gedämpftes Licht fällt auf dunkles Holz, auf Kristallgläser, auf den Rauch, der sich träge unter der Decke windet. Du sitzt allein. Whiskey, neat. Und dann spürst du es – diesen Blick. Eine jener Sexgeschichten Frau mit grüne Augen, die man sich später immer wieder erzählt. Weil man sie nicht vergisst.
Sie sitzt drei Hocker weiter. Schwarzes Kleid, schlicht, eng. Kurzes dunkles Haar, das ihren Nacken freigibt. Aber es sind ihre Augen. Grün. Nicht sanft, nicht warm. Kalt wie Flaschenglasscherben. Sie mustert dich, als würde sie Schicht um Schicht von dir abziehen. Hemd, Haut, alles darunter.
Sie hebt ihr Glas. Trinkt. Stellt es ab, ohne den Blick zu lösen. Dann steht sie auf, nimmt ihr Glas und setzt sich neben dich. Kein Wort. Ihr Knie berührt deins. Ihre Finger streichen über den Rand ihres Glases, langsam, kreisend.
„Zimmer 714", sagt sie. Ihre Stimme ist tief, rau. Dann steht sie auf und geht.
Du wartest drei Minuten. Vielleicht vier. Dann folgst du.
Die Tür ist angelehnt. Drinnen brennt nur die Nachttischlampe. Sie steht am Fenster, das Kleid bereits von den Schultern gestreift, der Stoff um ihre Hüften gerafft. Ihr Rücken ist ein Schattenspiel. Sie dreht sich um. Diese grünen Augen, jetzt dunkler, hungriger.
„Ausziehen", sagt sie. Kein Bitten. Ein Befehl.
Du gehorchst. Hemd, Gürtel, Hose. Sie beobachtet jede Bewegung, leckt sich langsam über die Unterlippe. Dann kommt sie auf dich zu, drückt dich aufs Bett, kniet sich über dich. Ihre Hände auf deiner Brust, ihre Nägel ziehen helle Linien auf deiner Haut. Sie reibt sich an dir, nass, heiß, lässt dich spüren, wie sehr sie dich will, ohne dich reinzulassen.
„Bitte", sagst du.
Ein Lächeln. Dann sinkt sie auf dich herab. Langsam. Quälend langsam. Du spürst jeden Zentimeter, wie sie dich aufnimmt, eng, feucht, pochend. Sie reitet dich mit kontrollierten Stößen, ihre Hände auf deinen Schultern, ihr Atem an deinem Ohr. Schneller. Härter. Ihre Pussy umschließt dich, zieht dich tiefer.
Sie kommt zuerst. Zitternd, leise keuchend, die Augen halb geschlossen – immer noch grün, immer noch kalt. Dann lässt sie dich folgen, presst sich gegen dich, bis du dich in ihr ergießt, stoßweise, atemlos.
Danach liegt sie neben dir. Schweigt. Ihre Finger zeichnen Kreise auf deine Brust.
„Geh jetzt", flüstert sie.
Du gehst. In der Lobby riechst du noch ihr Parfüm. Und siehst noch immer dieses Grün.
