
Du sitzt allein an der Hotelbar, das Kleid rutscht leicht über dein Knie, als du die Beine übereinanderschlägst. Das Licht ist bernsteinfarben, gedämpft. Jazzklänge schmelzen in die warme Luft. Dann spürst du es – diesen Blick. Du hebst den Kopf und findest ihn. Sexgeschichten über einen Mann mit ruhigem Blick beginnen genau so: Er sitzt drei Hocker weiter, ein Glas Whiskey vor sich, und seine Augen ruhen auf dir. Nicht gierig. Nicht flüchtig. Einfach ruhig.
Er trägt ein dunkles Hemd, die obersten Knöpfe offen. Sein Kiefer ist markant, die Haare kurz, leicht zerzaust. Er sieht aus, als hätte er alle Zeit der Welt. Als hätte er dich schon längst durchschaut. Sein Mund verzieht sich zu einem kaum sichtbaren Lächeln, und dieser stille Ausdruck trifft dich zwischen den Beinen wie ein Stromschlag.
Du nippst an deinem Drink, aber deine Finger zittern leicht. Er steht auf. Langsam. Setzt sich neben dich, bestellt dir wortlos einen neuen. Sein Arm streift deinen, und du riechst Zedernholz und warme Haut. „Du bist schon eine Weile hier", sagt er leise. Seine Stimme ist tief, beherrscht. Du spürst sie in deinem Bauch vibrieren.
„Du auch", antwortest du. Sein Blick wandert über dein Schlüsselbein, deinen Hals, deine Lippen. Langsam. So verdammt langsam. Im Fahrstuhl presst er dich gegen die Wand, aber nicht hektisch – er nimmt sich Zeit. Seine Hand schiebt dein Kleid hoch, seine Finger gleiten über die Innenseite deines Oberschenkels. Du stöhnst leise, und er legt seinen Mund an dein Ohr. „Genau so."
In seinem Zimmer lässt er dich aufs Bett sinken. Er kniet sich zwischen deine Beine, schiebt deinen Slip zur Seite und leckt dich mit derselben ruhigen Entschlossenheit, mit der er dich angesehen hat. Langsame, feste Züge seiner Zunge über deine nasse Mitte. Du krallst dich in die Laken, dein Rücken biegt sich. Er hält deine Hüften fest, lässt nicht nach.
Als er sich aufrichtet, seine Hose öffnet und langsam in dich gleitet, hält er deinen Blick. Jeder Stoß ist tief und kontrolliert. Du kommst hart, laut, bebend – und er sieht dir dabei zu. Mit diesem Blick. Diesem verdammten ruhigen Blick.
Danach liegt seine Hand warm auf deinem Bauch. Sein Daumen zeichnet kleine Kreise. Und du weißt: Du wirst diese Augen nie wieder vergessen.
