Der Mann mit kantigem Kiefer
Es war ein lauer Sommerabend, als Anna auf der Veranda ihres kleinen Apartments Platz nahm. Die Dämmerung hüllte die Welt in sanfte, goldene Farben und die Luft war erfüllt von dem süßen Duft der blühenden Jasminsträucher. Sie war auf der Suche nach Ruhe, doch als ihr Blick auf den Nachbarn fiel, der im Garten arbeitete, stockte ihr der Atem.
Er war groß, sein Körper muskulös und sein kantiger Kiefer verlieh ihm eine wilden Anziehung. Er schuftete mit der Schaufel, die Augen konzentriert auf den Boden gerichtet, seine dunklen Haare fielen ihm in die Stirn. Anna konnte nicht widerstehen, ihn zu beobachten. Ihre Fantasie begann zu spinnen, während sie ihn musterte, die Art, wie er sich bewegte, voller Kraft und Selbstbewusstsein.
Plötzlich hob er den Kopf und ihre Blicke trafen sich. Ein elektrisierendes Gefühl durchfuhr sie, als er ihr ein charmantes, selbstsicheres Lächeln zuwarf. Anna wusste sofort, dass dieser Mann mehr für sie war als nur der Nachbar von nebenan.
In der Nacht träumte sie von ihm. Sie konnte seine starken Arme um sich spüren, den warmen Atem an ihrem Hals. Als sie am nächsten Tag wieder auf die Veranda trat, war er bereits auf der anderen Seite des Zauns. Ihre Augen trafen sich erneut und sie fühlte ein starkes Verlangen. etwas in ihr wollte mehr als nur dieser verführerische Blick.
"Hey, ich bin Luke!" rief er zu ihr hinüber.
"Anna," antwortete sie schüchtern, das Herz raste in ihrer Brust.
"Lust auf einen kleinen Rundgang?" fragte er direkt. Das Angebot ließ ihr Herz einen Schlag aussetzen.
"Klar... warum nicht?" ihre Stimme klang verlockender, als sie fühlte, wie das Verlangen in ihr anwuchs. Sie hatte keine Ahnung, wohin dieser Spaziergang sie führen würde, doch die Vorfreude auf das Unbekannte ließ ihre Wangen glühen.
Luke winkte sie näher und als sie über den Zaun kletterte, spürte sie ein aufregendes Kribbeln in ihrem Magen. Sie folgten einem schmalen Pfad, der hinter ihren Häusern entlangführte, flankiert von hohen Bäumen, deren Blätter im sanften Wind raschelten. Lena wusste, dass sie die Schwelle überschreiten würde, die in eine neue Welt führte, voller Versprechen und Geheimnisse.
Die Dämmerung umhüllte sie, als sie in einer kleinen Lichtung ankamen, die von sanften Strahlen des Sonnenuntergangs beleuchtet war. Geschützt und intim, mit nur dem Geräusch von raschelndem Laub um sie herum, war die Spannung zwischen ihnen greifbar. Sie standen einander gegenüber und die Luft knisterte vor Anziehung. Sie konnte nicht anders, als zu ihm vorzudringen. Ihre Herzen schlugen im Einklang, während sie die wenigen Schritte zueinander wagten. Doch bevor sie sich treffen konnten, blieb er stehen und sah sie mit einem herausfordernden Ausdruck in den Augen an.
"Was, wenn ich dir jetzt sage, dass ich mehr von dir will, als nur einen Spaziergang?"
Anna hielt den Atem an, als sie die Bedeutung seiner Worte begriff.
Er schob ihr eine Strähne ihres Haares hinter das Ohr, der Moment war intensiv und vielversprechend. Vor ihr stand ein Mann, der alles in ihr entfesselte, was sie nie für möglich gehalten hatte. Ein zartes Lächeln umspielte seine Lippen, als er sich näherte, und sie schmeckte das Verlangen in der Luft, als ihre Lippen unwillkürlich aufeinander zugliten, doch dann unterbrach er diese stille Verbindung.
"Möchtest du sehen, wie weit ich bereit bin zu gehen?" seine Stimme war tief und verführerisch, und als die Dunkelheit sie umschloss, spürte Anna, dass sie an einem Wendepunkt stand. Dieser Augenblick war der Anfang von etwas, das sie nicht zurückhalten konnte...