
Goldenes Licht fällt durch halbdurchsichtige Vorhänge und legt sich wie flüssiger Honig über das Schlafzimmer. Die Luft riecht nach warmem Holz, nach Vanille, nach dem Rest eines Sommergewitters, das vor einer Stunde über die Dächer gezogen ist. In Sexgeschichten mit einer Frau mit blonden Haaren beginnt alles oft mit einem Blick – hier beginnt es mit einem Geräusch. Dem leisen Rascheln von Leinen, als sie sich auf die Bettkante setzt.
Sie heißt Lena. Ihr Haar fällt in langen, unordentlichen Strähnen über ihre Schultern, jede einzelne eine andere Nuance von Gold, Weizen, hellem Bernstein. Sommersprossen auf der Nase, Lippen, die immer aussehen, als hätte sie gerade an einer Pfirsichhälfte gelutscht. Ihre Augen sind graugrün und haben diese gefährliche Ruhe – die Ruhe von jemandem, der genau weiß, was sie will, und sich alle Zeit der Welt nimmt, es sich zu holen.
Er liegt auf dem Rücken, nackt bis zur Hüfte. Sie lässt ihren Blick über seinen Körper wandern, langsam, wie eine Kamera in Zeitlupe. Dann beugt sie sich vor. Ihre blonden Strähnen fallen auf seine Brust, streichen über seine Brustwarzen, kitzeln seine Rippen. Er atmet scharf ein. Sie lächelt – nicht süß, nicht unschuldig. Wissend.
Ihre Lippen berühren seine Haut knapp unterhalb des Schlüsselbeins. Kein Kuss. Nur Wärme, nur Atem. Dann die Zungenspitze, feucht, quälend langsam, eine nasse Linie bis zu seinem Nabel. Ihre Haare folgen, ein seidiger Vorhang, der jede Berührung verdoppelt. Er greift ins Laken. Sie greift nach seinem Handgelenk und drückt es zurück.
»Nicht anfassen«, flüstert sie. »Noch nicht.«
Ihre Finger öffnen seinen Gürtel. Ihre Zunge wandert tiefer. Er spürt ihren heißen Atem durch den dünnen Stoff seiner Shorts, und sein Schwanz pulsiert unter ihrer Nähe. Sie zieht den Stoff herunter, nimmt ihn in die Hand, streicht mit dem Daumen über die feuchte Spitze. Dann senkt sie den Kopf, und ihre blonden Haare breiten sich über seinen Unterbauch aus wie ein goldener Fächer.
Ihre Lippen schließen sich um ihn. Langsam. Unerträglich langsam. Die Zunge kreist, saugt, gibt nach, nimmt tiefer auf. Er stöhnt, seine Hüften heben sich, und sie lässt es zu – presst beide Hände auf seine Oberschenkel und nimmt ihn vollständig auf, bis er ihren Namen sagt, einmal, zweimal, dann nur noch Atem ist.
Sie richtet sich auf, wischt sich über die Lippen, legt den Kopf auf seine Brust. Ihre Strähnen kleben feucht auf seiner Haut. Draußen beginnt es wieder zu regnen.
