
Es gibt Sexgeschichten, die beginnen nicht mit einer Berührung. Diese hier begann mit einem einzigen Blick – dem blauen Blick eines Fremden am anderen Ende der Bar, der sich in dich bohrte, als hätte er jedes Recht dazu.
Die Bar war klein, dunkel, voll mit dem Summen leiser Gespräche und dem Klirren von Eiswürfeln. Kerzen flackerten auf polierten Tischplatten. Du saßt allein, dein Gin Tonic halb leer, als du es spürtest – dieses Prickeln im Nacken, das dir sagte, dass dich jemand ansah.
Du hobst den Blick. Und da war er. Ein Mann mit blauen Augen, so klar und dreist, dass dir kurz der Atem stockte. Dunkles Haar, ein schiefes Lächeln, Hemdsärmel lässig hochgekrempelt. Er lehnte am Tresen, als gehöre ihm der Laden. Und diese Augen – Gott, diese Augen. Sie wanderten über dein Gesicht, deinen Hals, das Schlüsselbein, das dein Oberteil freigab. Langsam. Genüsslich. Als würde er dich Schicht für Schicht ausziehen, ohne einen Finger zu rühren.
Du lächeltest. Er lächelte zurück. Und dann stand er auf.
„Du sitzt hier ganz allein", sagte er, als er sich neben dich schob. Seine Stimme war tief, warm, ein bisschen rau. „Das ist entweder traurig oder gefährlich."
„Gefährlich für wen?", fragtest du.
Er lachte leise. „Touché."
Seine Hand landete auf deinem Knie – beiläufig, als wäre es ein Versehen. War es nicht. Seine Finger strichen langsam höher, unter den Saum deines Rocks, während er dir irgendwas über den Barkeeper erzählte. Du hörtest kein Wort. Nicht, weil er langweilig war. Sondern weil seine Fingerspitzen auf deiner Innenseite alles andere auslöschten.
„Lass uns gehen", flüstertest du.
Sein Hotelzimmer war nur zwei Straßen weiter. Kaum fiel die Tür ins Schloss, drückte er dich dagegen. Sein Mund auf deinem – hungrig, spielerisch, seine Zunge neckend gegen deine. Deine Finger rissen an seinem Hemd, seine schoben deinen Rock hoch. Kein Zögern.
Er kniete sich vor dich, zog deinen Slip zur Seite und vergrub seinen Mund zwischen deinen Beinen. Du stöhntest laut, deine Finger in seinem dunklen Haar, während seine Zunge langsame, präzise Kreise über deine Klitoris zog. Er sah dabei hoch – dieser verdammte blaue Blick, der dich von unten fixierte, während er dich leckte, als hätte er den ganzen Abend nur darauf gewartet.
Dann hob er dich hoch, trug dich zum Bett, schob sich zwischen deine Beine. Als er in dich eindrang, hielt er inne, sah dir in die Augen. Blau auf alles, was du warst. Dann bewegte er sich – tief, rhythmisch, seine Stirn an deiner, sein Atem heiß auf deinen Lippen.
Du kamst zuerst. Laut, zitternd, mit seinen Augen auf dir. Er folgte Sekunden später, ein raues Stöhnen an deinem Hals.
Danach Stille. Sein Daumen strich über deine Wange. „Gefährlich", murmelte er lächelnd. „Definitiv gefährlich."
