Ich erinnere mich an diesen Donnerstagabend nach dem Wintertraining, als wäre es gestern gewesen. Der Schweiß unter meiner Laufschicht war kalt geworden, meine Wangen brannten von der Dezemberluft, und als ich die schwere Tür zur Umkleide aufstieß, schlug mir die warme, feuchte Luft ins Gesicht wie eine Umarmung.
Die Umkleide war fast leer. Nur noch er. Lukas. Er saß auf der Bank, das Handtuch um die Hüften, Oberkörper nackt, die Haare feucht an den Schläfen. Breite Schultern, auf denen noch Wasserperlen glänzten. Dieser schmale Streifen dunkler Haare, der von seinem Bauchnabel abwärts verschwand. Er sah auf, lächelte schief, und ich spürte dieses Ziehen, das ich seit Wochen bei jedem Training unterdrückt hatte.
Ich tat, als wäre alles normal. Zog mein durchgeschwitztes Shirt über den Kopf, streifte die Leggings ab. Spürte seinen Blick auf meiner Haut. Als ich zum Duschbereich ging, hörte ich seine Schritte hinter mir. Kein Wort. Nur das Rauschen des Wassers, als er die Nachbardusche aufdrehte.
Der Dampf hüllte uns ein. Ich schloss die Augen, ließ das heiße Wasser über meinen Nacken laufen, und dann spürte ich seine Hand. Warm, nass, bestimmt – auf meiner Hüfte. Ich drehte mich nicht um. Ich wollte es genau so. Seine Finger glitten über meinen Bauch, zogen mich an seinen Körper. Sein harter Schwanz drückte gegen meinen Hintern, und ich stöhnte leise, bevor ich es verhindern konnte.
Endlich.
Seine Lippen an meinem Hals. Seine Hand zwischen meinen Beinen. Er wusste, was er tat – rieb langsam, dann schneller, kreiste mit zwei Fingern genau dort, wo es mich wahnsinnig machte. Ich griff nach hinten, umfasste seinen Schwanz, spürte ihn zucken in meiner Faust. Wir atmeten im selben Rhythmus, das Wasser prasselte auf uns herab, und die ganze angestaute Spannung der letzten Wochen löste sich in diesem dampfenden, engen Raum.
Ich kam zuerst – heftig, mit einem Laut, der von den Fliesen widerhallte. Meine Hand um ihn wurde fester, schneller, und Sekunden später spürte ich, wie er sich gegen meinen Rücken presste, sein heißes Stöhnen an meinem Ohr, sein Körper, der bebte.
Danach standen wir einfach da. Das Wasser lief weiter. Er küsste meine Schulter. Ich lächelte mit geschlossenen Augen.
Donnerstags trainiere ich seitdem nie wieder allein.
