Der Pfad verschwindet im Nebel. Dunst hängt zwischen den Fichten, kriecht über den feuchten Boden, verschluckt jedes Geräusch. Dein erotisches Wanderabenteuer beginnt mit dem ersten Schritt ins Halbdunkel, noch bevor die Sonne den Kamm erreicht. Die Luft schmeckt nach Erde und Moos. Kalt liegt sie auf deiner Haut, dringt unter die offene Jacke, macht deine Nippel hart.
Dann hörst du ihn. Schritte hinter dir. Gleichmäßig, ruhig, näher kommend.
Er überholt dich an einer Wegbiegung. Breite Schultern, dunkles Haar, das feucht an seiner Stirn klebt. Ein kurzer Blick. Braune Augen, die dich streifen und hängen bleiben. Er lächelt nicht. Er nickt nur. Und geht weiter.
Aber langsamer jetzt.
Du holst auf. Gehst neben ihm. Keiner spricht. Der Nebel wird dichter, die Welt schrumpft auf zwei Meter Sichtweite. Nur ihr existiert hier oben. Sein Arm streift deinen. Einmal. Zweimal. Beim dritten Mal greifst du seine Hand.
Er stoppt. Dreht sich zu dir. Seine Finger legen sich an deinen Kiefer, heben dein Gesicht. Sein Atem ist warm gegen deine kalten Lippen, bevor er dich küsst. Hart. Hungrig. Als hätte er den ganzen Aufstieg darauf gewartet.
Dein Rücken trifft einen Baumstamm. Rinde drückt sich durch den dünnen Stoff deines Shirts. Seine Hände schieben es hoch, umfassen deine Brüste, seine Daumen reiben über die steifen Spitzen. Du stöhnst in seinen Mund. Der Nebel schluckt den Laut.
Er kniet sich vor dich. Öffnet deine Wanderhose mit geübten Fingern, zieht sie über deine Hüften. Sein Mund presst sich zwischen deine Schenkel, seine Zunge gleitet durch deine nasse Spalte. Langsam. Quälend langsam. Du krallst dich in sein feuchtes Haar, drückst ihn fester gegen dich.
Er leckt dich mit flachen, breiten Zügen, umkreist deine Klitoris, saugt daran. Deine Knie zittern. Der Baumstamm hält dich aufrecht. Nebel umhüllt euch wie ein Geheimnis, das niemand je erfahren wird.
Sein Finger dringt in dich ein, während seine Zunge den Rhythmus hält. Zwei Finger. Er krümmt sie, trifft den Punkt, der alles auslöst. Die Hitze steigt aus deinem Unterleib, rollt durch deinen ganzen Körper. Du kommst mit einem Schrei, der im Dunst verhallt.
Er steht auf. Wischt sich den Mund. Dann dieses Lächeln – das erste.
Hinter dem Kamm bricht goldenes Licht durch den Nebel. Der Sonnenaufgang. Ihr steht nebeneinander und atmet. Zwei Fremde, die sich nie wieder begegnen werden.
Aber diesen Morgen vergisst du nie.
