Zwischen den Regalen: Mein Geheimnis in der Bibliothek

Spicyness-Level: 🌶️🌶️🌶️

Ich erinnere mich an den Geruch. Altes Papier, Holzpolitur, und dann – sein Aftershave, das sich zwischen die Buchseiten schob wie ein Versprechen. Mittwochnachmittag, dritte Etage, Abteilung Philosophie. Die verbotenen Seiten der Bibliothek waren nie die in den Büchern.

Die Uni-Bibliothek um halb fünf ist ein eigener Kosmos. Staubkörner tanzen im letzten Sonnenlicht, das durch die hohen Fenster fällt. Hier oben verirrt sich kaum jemand hin. Die Regale stehen so eng, dass man sich seitlich durchschieben muss. Es riecht nach Vergänglichkeit und Stille. Der Teppichboden schluckt jeden Schritt.

Er stand am Ende des Ganges, Rücken zu mir, ein Buch in der Hand. Groß, dunkle Locken, die ihm in den Nacken fielen. Ärmel hochgekrempelt, Unterarme, an denen ich sofort hängen blieb. Er drehte sich um, als er mich hörte. Braune Augen, ein schiefes Lächeln. Nicht hübsch im klassischen Sinn – magnetisch. Er sagte leise: „Suchst du auch Foucault?" Ich suchte überhaupt nichts mehr außer einem Grund zu bleiben.

Wir standen nebeneinander, griffen nach demselben Regal. Seine Finger streiften meine. Keiner zog die Hand weg. Er trat näher, sein Atem an meinem Ohr. „Hier kommt niemand hin", flüsterte er. Mein Rücken traf die Bücher, sein Mund traf meinen Hals. Ich griff in seine Locken, zog ihn zu mir. Sein Kuss schmeckte nach Kaffee und Ungeduld.

Seine Hand glitt unter mein Kleid, langsam, als würde er eine Seite umblättern. Fingerspitzen an meinem Oberschenkel, höher, bis er den Stoff meines Slips zur Seite schob. Ich keuchte gegen seine Schulter, biss hinein, um still zu bleiben. Er rieb meine Klit in langsamen Kreisen, während seine Lippen mein Ohr streiften. „Psst", hauchte er, und dieses eine Wort machte mich wahnsinnig.

Ich klammerte mich an das Regal hinter mir, Buchrücken drückten sich in meine Schulterblätter. Seine Finger glitten in mich, zwei, tief, rhythmisch. Mein Becken bewegte sich gegen seine Hand. Alles in mir zog sich zusammen – heiß, eng, unausweichlich. Ich kam mit zusammengebissenen Zähnen, zitternd, lautlos, während irgendwo zwei Stockwerke tiefer jemand einen Stuhl verrückte.

Er zog seine Hand zurück, leckte sich die Finger ab und lächelte schief. Dann griff er nach dem Foucault und ging. Ich stand noch fünf Minuten zwischen den Regalen, das Kleid zerknittert, die Knie weich. Seitdem sitze ich jeden Mittwoch um halb fünf in der dritten Etage.

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