Draußen versinkt die Welt. Schneeflocken treiben lautlos gegen die schwarzen Fensterscheiben, und du weißt, dass heute Nacht niemand mehr irgendwohin fährt. Eine Schneepause am Kamin – so hat sie es genannt, als sie die Tür hinter euch abschloss. Das Feuer knistert. Birkenholz. Der Geruch von Harz und etwas Süßem, das sie auf ihre Handgelenke getupft hat.
Sie steht am Fenster, den Rücken zu dir. Strickpullover, der ihr bis über die Oberschenkel reicht. Nackte Füße auf dem alten Dielenboden. Ihr Haar fällt offen über ihre Schultern, dunkelbraun, fast schwarz im Feuerschein. Sie dreht sich nicht um. Aber sie weiß, dass du hinsiehst.
„Kalt", sagt sie leise. Nur dieses eine Wort.
Du breitest die Wolldecke vor dem Kamin aus. Sie kommt zu dir. Langsam. Kniet sich hin, die Knie auf dem rauen Stoff. Der Feuerschein malt orangefarbene Schatten auf ihre Wangenknochen. Ihre Augen sind dunkel, feucht, hungrig.
Ihre Finger greifen nach deinem Hemd. Knopf für Knopf. Kein Wort. Nur das Knistern des Feuers und ihr Atem, der schneller wird. Ihre Handflächen legen sich auf deine nackte Brust, warm vom Kaminlicht, und du spürst, wie sich etwas in dir zusammenzieht. Sie drückt dich nach hinten. Du lässt dich fallen.
Sie streift den Pullover über ihren Kopf. Nichts darunter. Ihre Brüste im flackernden Licht, die Brustwarzen hart von der kühlen Luft. Du ziehst sie auf dich, greifst in ihre Hüften, und sie reibt sich an dir – langsam, quälend, durch den dünnen Stoff hindurch. Ihr Stöhnen ist leise, fast ein Summen.
Dann wird es drängender. Deine Hände schieben sich zwischen ihre Beine, du spürst die Nässe durch den Stoff, schiebst ihn beiseite. Deine Finger gleiten in sie hinein, und sie beißt sich auf die Unterlippe, beugt sich über dich, ihre Haare fallen wie ein Vorhang um euer Gesicht. „Mehr", flüstert sie.
Du ziehst sie enger, drängst in sie, und der Laut, den sie von sich gibt, ist tief und rau und ehrlich. Ihr bewegt euch zusammen, erst langsam, dann härter. Ihre Nägel graben sich in deine Schultern. Das Feuer knackt. Draußen fällt der Schnee.
Als sie kommt, presst sie ihr Gesicht in deine Halsbeuge. Ein erstickter Schrei. Dein Körper folgt, zitternd, und dann – Stille. Nur euer Atem. Nur die Wärme.
Sie hebt den Kopf. Lächelt. Draußen hat der Schnee die ganze Welt begraben. Drinnen glüht alles.
