Rudertraining im Nebel

Der Nebel lag schwer über dem See, als Max seine Ruder ins Wasser tauchte. Die kühle Morgenluft war frisch und brachte die Sinne in Schwung. Heute stimmte einfach alles. Es war ein ruhiger Montagmorgen, und die Sonne versuchte vergeblich, sich durch die dichte Nebelschicht zu kämpfen. Max genoss die Einsamkeit auf dem Wasser, als plötzlich eine zweite Ruderboot auftauchte. Ihre Augen trafen sich durch den Nebel – Emilie. Sie war als neue Trainerin in den Ruderverein gekommen, und Max hatte sich sofort von ihrer Ausstrahlung angezogen gefühlt. Ihre Bewegungen waren geschmeidig und anmutig, als sie in ihren kleinen, eleganten Ruderboot Platz nahm. Gemeinsam ruderten sie im Rhythmus der Wellen, ihre Boote gleiteten fast synchron über die spiegelglatte Oberfläche. Die Spannung zwischen ihnen war spürbar, ein vibrierendes Kribbeln, das die kühle Luft durchdrang. Die Wortfetzen, die sie austauschten, waren fast überflüssig, denn der Blick in ihre Augen sprach Bände. Max bemerkte, wie sie ihm näher kam, während sie den Nebel durchbrach, um ihn direkt anzusehen, ihre Lippen fast verlockend zu einem Lächeln geformt. "Ich wette, du kannst nicht mit mir mithalten", neckte sie ihn, ihre Stimme war eine verführerische Melodie. Ihre Boote schaukelten leicht, als sie näher zueinander ruderten. Max fühlte sich herausgefordert, und in diesem Moment, als ihre Hände kurz die Ruderstöcke kreuzten, war es, als würde der Nebel um sie herum verschwinden. Es war nur noch der See, die beiden und die Spannung in der Luft, die beinahe greifbar war. Max spürte das Verlangen, näher zu rücken, die Distanz zwischen ihnen zu überwinden. Er bemerkte, dass Emilie ihn betrachtete, und ihr Blick war nun unverhohlen und direkt. Keine weiteren Worte waren notwendig, als sie den Kontakt der Boote vorsichtig intensivierten, ihre Blicke zunehmend verrauschter wurden. Nur noch ein paar Zentimeter trennten sie, als die Welt um sie herum wie erloschen schien – die Zeit hielt an. Der Moment war überfällig, um den ersten Schritt zu wagen, sich einzulassen. Max beugte sich vor, seine Lippen fanden Erstaunliches über der fast unsichtbaren Grenze, die zwischen ihnen lag. Die Neugier, die Hitze des Augenblicks, der Nebel verschleierte ihre Realität. Emilie schloss die Augen, bereit, dieser neuen Wendung zu folgen – und dann … … ertönte plötzlich ein lautes Plätschern, als Max‘ Boot auf das ihre schlug und sie ins Wasser stürzten. Die kühle Nässe umhüllte sie, und Max konnte nicht anders, als mit Emilie zu lachen und gleichzeitig zu spüren, wie die Aufregung zwischen ihnen die Luft auflud. Ihre Körper waren jetzt ungeschützt, ihre Blicke nur noch durchgewischt von dem glitschigen Wasser. Still wurde es, als sie ans Ufer schwammen, sich auf dem matschigen Boden wiederfanden, bedrängt von ihrer gegenseitigen Nähe. Max spürte, wie die Energie um sie einen Höhepunkt erreichte – auf der Grenze zwischen Herausforderung und Hingabe…

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