Morgengrauen der Begierde

Der Himmel begann, die Dunkelheit abzulegen, als Lara ihre Laufschuhe schnürte. Bei den ersten Sonnenstrahlen fühlte sie sich lebendig, als ob die Welt um sie herum erwachte. Joggen im Morgengrauen war für sie mehr als nur ein Sport; es war eine Flucht, ein Moment der Freiheit, der ihr die Möglichkeit gab, Gedanken und Sorgen hinter sich zu lassen. Der Stadtpark lag vor ihr, die Wege noch leer und beschattet von den ersten Strahlen der Sonne, die durch die Bäume schimmerten. Lara liebte die kühle Brise, die ihren Körper umhüllte, während sie den Rhythmus ihrer Füße auf dem Asphalt hörte. Sie fühlte sich stark, als sie die Strecke entlang joggte, das Herz ein wenig schneller schlagend, nicht nur wegen der Bewegung. Es war ein neuer Morgen und er versprach Abenteuer. Als sie die vertraute Joggingstrecke entlang lief, fiel ihr Blick auf einen anderen Jogger. Er war groß, mit einer athletischen Figur und strahlend blauen Augen, die in der Morgensonne funkelten. Unwillkürlich beschleunigte sie ihren Schritt, während sich ein Kribbeln in ihrem Magen breit machte. Seine Blicke begegneten sich und es war, als ob die Zeit stillstand. Ihre Blicke trafen sich, und ein unerklärliches Gefühl schoss durch sie hindurch. Sie hastete voran, doch ihr Herz schlug schneller, seine Präsenz hinterließ einen bleibenden Eindruck. Die sofortige Verbindung war elektrisierend, jeder Schritt brachte sie näher. Lara drehte sich um, um einen letzten Blick zu erhaschen, als er neben ihr auftauchte. "Ich sehe, du joggst auch gerne im Morgengrauen?" fragte er mit einem Schmunzeln, das Wärme ausstrahlte. Lara spürte, wie ihre Wangen sich röteten. "Ja, es ist die beste Zeit zum Laufen," flüsterte sie, versucht, ihre Stimme ruhig zu halten. Er bewegte sich näher, und sein Blick verriet mehr als Worte sagen konnten. In diesem Moment schien die Welt um sie herum zu verschwommen, nur sie beiden zählten. Der Puls in Laras Schläfen pochte in einem eigenen taktvollen Rhythmus. „Vielleicht sind unsere Wege ja nicht zufällig gekreuzt“, murmelte er, so nah, dass sie seinen Atem spüren konnte. Lara konnte nicht anders, als die Spannung zwischen ihnen zu spüren, die Luft zum Schneiden dick. Und genau in dem Moment, als sie über den nächsten Satz nachdenken wollte, beugte er sich vor, als wollte er sie küssen...

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