Die Bar ist fast leer. Nur noch ein paar Gestalten an den Tischen, das Klirren von Gläsern, der Bass, der durch den Boden vibriert. Langsame Bewegungen beim Tanzen – das ist alles, was auf der kleinen Fläche vor der Theke passiert. Zwei, drei Paare. Bernsteinfarbenes Licht. Rauch, der sich in Schleiern unter der Decke sammelt. Du stehst am Rand, dein Drink schon warm in der Hand.
Dann spürst du ihn. Nicht sehen – spüren. Eine Präsenz hinter dir, nah genug, dass die Wärme seines Körpers durch den dünnen Stoff deines Kleides dringt. Sein Mund neben deinem Ohr.
„Tanz mit mir."
Keine Frage. Eine Feststellung. Dunkel. Ruhig. Du stellst das Glas ab, ohne dich umzudrehen. Seine Finger legen sich auf deine Hüfte. Fest. Bestimmt. Er dreht dich langsam zu sich.
Groß. Dunkle Augen, die im schwachen Licht fast schwarz wirken. Ein Dreitagebart, ein Mund, der kaum lächelt, aber alles verspricht. Er riecht nach Holz und etwas Bitterem. Du legst deine Hände auf seine Brust. Sein Herzschlag unter deinen Fingern – ruhig, kontrolliert.
Er führt. Langsam. Quälend langsam. Sein Oberschenkel schiebt sich zwischen deine Beine, und ihr bewegt euch, als wäre die Musik nur ein Vorwand. Seine Hand gleitet tiefer, in die Kuhle über deinem Arsch, drückt dich an sich. Du spürst ihn. Hart. Unmissverständlich.
Dein Atem geht schneller. Seiner nicht. Er hält dich fest, wiegt dich in einem Rhythmus, der nichts mit dem Song zu tun hat. Sein Mund streift deinen Hals. Lippen, kaum Berührung, dann Zähne. Ein leichtes Kratzen über deine Haut. Du keuchst leise. Er legt seine Hand in deinen Nacken und zieht deinen Kopf sanft zurück.
„Du bist schon so nass, oder?"
Ein Flüstern, das durch deinen ganzen Körper fährt. Er hat recht. Du drückst dich fester an seinen Oberschenkel, bewegst dich gegen ihn, und er lässt es zu. Seine Hand wandert unter den Saum deines Kleides. Fingerspitzen auf nackter Haut, höher, langsam. Er streicht über deinen Slip, spürt die Feuchtigkeit durch den Stoff, und ein tiefes Brummen kommt aus seiner Kehle.
Sein Daumen schiebt den Stoff zur Seite. Ein Finger gleitet in dich hinein, während sein anderer Arm dich hält, als würdet ihr nur tanzen. Du vergräbst dein Gesicht an seiner Brust. Er bewegt sich in dir, rhythmisch, seinen Daumen auf deinem Klit, kreisend, unerbittlich.
Die Musik wird lauter. Oder vielleicht ist es dein Puls. Du beißt dir auf die Lippe, klammst dich an ihn, und als du kommst, fängt er deinen Stöhner mit seinem Mund auf. Ein Kuss, der nach Dunkelheit schmeckt.
Ihr steht still. Die Musik spielt weiter. Niemand hat etwas bemerkt.
Er lächelt zum ersten Mal.
