Das Badezimmer ist noch still. Draußen dämmert es kaum, das erste graue Licht kriecht durch die Milchglasscheibe, und der Fliesenboden ist kalt unter deinen nackten Füßen. Du drehst den Hahn auf. Das Wasser braucht einen Moment, dann wird es warm, dann heiß, und der Dampf steigt auf wie ein langsames Versprechen. Diese erotische Duschgeschichte beginnt genau hier – in deiner ganz gewöhnlichen Morgenroutine.
Du trittst unter den Strahl. Das Wasser trifft deine Schultern, rinnt über deinen Nacken, folgt deiner Wirbelsäule hinab. Du schließt die Augen. Die Wärme breitet sich aus, löst etwas in dir, das du nicht erwartet hast. Nicht so früh. Nicht jetzt.
Aber da ist es. Dieses Ziehen. Tief, unterhalb des Nabels, ein leises Pochen, das sich mit jedem Herzschlag verstärkt.
Du lässt das Wasser einfach laufen. Deine Hände gleiten über deine Brust, langsam, als würdest du dich zum ersten Mal berühren. Deine Fingerspitzen kreisen um deine Brustwarzen, und du spürst, wie sie sich unter der Berührung zusammenziehen. Ein leises Ausatmen gegen den Dampf. Du nimmst dir Zeit. Mehr davon.
Deine Handfläche legt sich flach auf deinen Bauch. Du spürst das warme Wasser, das zwischen deinen Fingern hindurchläuft, und darunter deine Haut, deine Muskeln, die sich anspannen, als deine Hand tiefer wandert. Zentimeter um Zentimeter. Du drängst dich nicht. Du wartest, bis das Verlangen so groß wird, dass dein Körper sich von selbst entgegenreckt.
Dann berührst du dich. Endlich. Deine Finger gleiten durch die Nässe, die nicht nur vom Wasser kommt. Du bist so empfindlich, dass schon der erste Kontakt dir ein Stöhnen entlockt, das im Rauschen des Wassers untergeht. Du lehnst dich mit dem Rücken gegen die beschlagenen Fliesen, der Kontrast – kühle Keramik, heißes Wasser – lässt dich erschaudern.
Deine Finger finden einen Rhythmus. Langsam. Kreisend. Du spürst jede einzelne Berührung wie einen kleinen Stromschlag, der sich von dort aus durch deinen ganzen Körper ausbreitet. Deine Oberschenkel zittern. Dein Atem wird flacher, schneller. Du presst die Lippen zusammen, aber es hilft nichts – ein Laut entweicht dir, rau und offen.
Schneller jetzt. Deine Hüften bewegen sich gegen deine Hand, und du gibst nach, du gibst dir alles, was du brauchst. Die Hitze sammelt sich, verdichtet sich zu einem einzigen Punkt, und dann –
Dann bricht es über dich herein. In Wellen. Dein ganzer Körper spannt sich an, deine Beine beben, und du hältst dich an der nassen Glaswand fest, während das Wasser weiter auf dich herabfällt, gleichmütig und warm.
Danach stehst du einfach da. Atmest. Dampf um dich herum. Der ganz gewöhnliche Morgen hat noch nicht einmal richtig begonnen.
