Das Wohnzimmer liegt in warmes Nachmittagslicht getaucht. Zwei Yogamatten nebeneinander auf dem Eichenparkett, leicht verschoben, als hätten sie sich während der letzten Stunde zueinander bewegt. Die Luft riecht nach Schweiß und dem Eukalyptus-Spray, das sie vorhin auf die Matten gesprüht hat. Durch die halboffenen Fenster summt der Verkehr einer Seitenstraße, gedämpft, weit weg.
Clara steht in der Vorbeuge, die Fingerspitzen flach auf dem Boden. Ihr Tanktop ist am Rücken durchgeschwitzt, der Stoff klebt an ihren Schulterblättern. Ihre Haare hat sie nachlässig hochgesteckt, einzelne Strähnen lösen sich, hängen feucht an ihrem Nacken. Wenn sie sich streckt, zeichnen sich die Muskeln an ihren Oberschenkeln unter der engen Leggings ab – diese Linie, die von der Hüfte abwärts verläuft, macht ihn wahnsinnig.
Er kniet hinter ihr, angeblich um ihre Haltung zu korrigieren. Seine Hände legen sich auf ihre Hüften. Daumen in die weichen Kuhlen oberhalb des Gesäßes. Clara atmet aus, tiefer als nötig. Er spürt, wie sie sich gegen seine Handflächen drückt – minimal, aber unmissverständlich.
Seine Finger gleiten unter den Bund ihrer Leggings. Die Haut darunter ist heiß und feucht vom Training. Clara richtet sich langsam auf, lehnt ihren Rücken gegen seine Brust. Er zieht den Stoff über ihre Hüften, über ihren Arsch, peelt ihn von ihren Beinen. Sie trägt nichts darunter.
Er dreht sie zu sich um. Ihre Augen sind dunkel, der Mund leicht geöffnet. Sie greift nach seinem Shirt, zerrt es über seinen Kopf. Dann zieht sie ihn auf die Matte hinunter.
Das Gummi gibt unter ihren Knien nach, als sie sich über ihn schiebt. Sein Schwanz drückt gegen seinen Hosenbund, und Clara befreit ihn mit einer einzigen ungeduldigen Bewegung. Sie nimmt ihn in die Hand, streicht die Feuchtigkeit über seine Spitze, führt ihn in sich ein – langsam, Zentimeter für Zentimeter, bis sie auf seinem Becken sitzt.
Fuck. Ihre Hüften kreisen in dem Rhythmus, den sie vorhin bei den Dehnübungen hatten. Kontrolliert, fließend, dann schneller. Ihre Hände pressen sich auf seine Brust. Schweiß tropft von ihrem Schlüsselbein auf seine Haut. Er greift ihre Hüften, zieht sie härter auf sich, und Clara stöhnt – laut, unkontrolliert, ein Geräusch, das durch die offenen Fenster nach draußen dringt.
Sie kommt mit zusammengepressten Zähnen, die Finger in seine Schultern gekrallt. Er folgt Sekunden später, tief in ihr, den Kopf in den Nacken geworfen.
Danach liegen sie nebeneinander auf den verschobenen Matten. Claras Bein über seinem. Ihr Atem wird langsamer. Draußen fährt ein Bus vorbei. Das Licht wandert über die Decke. Niemand bewegt sich.
