Das Fluoreszenzlicht summte leise über den Laborstischen, tauchte den Raum in kaltes Blau. Es war kurz nach zweiundzwanzig Uhr, die Spätschicht im Labor längst verwaist – nur noch zwei Bildschirme leuchteten in der hintersten Reihe. Der Geruch von Desinfektionsmittel und Ethanol lag in der Luft, vermischt mit etwas anderem. Etwas Warmem. Lebendigem.
Lena stand über das Mikroskop gebeugt, die Ärmel ihres Laborkittels hochgekrempelt, eine Strähne dunkles Haar hinter dem Ohr. Ihre Lippen bewegten sich lautlos, während sie Daten notierte. Die Kurve ihres Nackens, der schmale Streifen Haut zwischen Kittelkragen und Haaransatz – Jonas konnte den Blick nicht abwenden. Seit Wochen arbeiteten sie Seite an Seite. Seit Wochen dieses Brennen.
Er trat hinter sie, stellte eine Kaffeetasse neben ihre Unterlagen. Seine Finger streiften ihren Handrücken. Lena erstarrte nicht. Sie drehte sich langsam um, lehnte sich gegen die Arbeitsplatte, und ihre Augen sagten alles, was ihre Lippen noch nicht aussprachen.
»Wir sind allein«, flüsterte sie.
Mehr brauchte es nicht. Jonas schob sich zwischen ihre Beine, seine Hände griffen ihre Hüften, zogen sie an sich. Der erste Kuss schmeckte nach Kaffee und Ungeduld. Lenas Finger öffneten die Knöpfe seines Kittels, schoben sich darunter, krallten sich in sein T-Shirt. Er hob sie auf die kühle Edelstahlfläche, schob ihren Rock hoch, und das Geräusch von Glas, das leise über die Fläche rutschte, ging unter in ihrem Atem.
Sie zog ihn näher, schlang die Beine um seine Hüften. Seine Lippen wanderten über ihren Hals, seine Zunge fand die empfindliche Stelle hinter ihrem Ohr, und Lena stöhnte so unverhohlen, dass es von den Fliesen widerhallte. Er rieb sich gegen sie, spürte ihre Hitze durch den dünnen Stoff. »Fuck, Jonas.«
Er schob ihr Höschen zur Seite, drang in sie ein – langsam, tief, bis sie beide die Luft anhielten. Lena krallte sich an seinen Schultern fest, ihr Rücken bog sich durch. Er fickte sie mit kontrollierter Intensität, jeder Stoß presste sie gegen die kalte Fläche, und der Kontrast zwischen Stahl und heißer Haut trieb sie beide an den Rand.
Lena kam zuerst – ein erstickter Schrei, ihr Körper zitternd um ihn herum. Er folgte Sekunden später, das Gesicht in ihrem Haar vergraben, während die Zentrifuge im Nebenraum gleichmäßig summte.
Stille. Dann ihr Lachen, leise und atemlos, gegen seine Schläfe gehaucht.
»Gleiche Zeit morgen?«
