Das Fitnessstudio ist fast leer. Verschwitzt nach dem Training stehst du an der Sprossenwand im hinteren Dehnbereich, wo das Licht gedämpfter ist als im Rest der Halle. Dein Shirt klebt an deinem Körper, dein Puls hämmert noch vom letzten Satz. Die Luft riecht nach Gummimatten und Anstrengung. Im Spiegel siehst du, wie sie herüberkommt.
Sie trägt eine enge schwarze Leggings und ein Sport-BH-Top, das wenig der Fantasie überlässt. Ihre Haut glänzt. Dunkle Haare zu einem nachlässigen Zopf gebunden, einzelne Strähnen kleben an ihrem Hals. Sie hat dieses Grinsen – halb herausfordernd, halb amüsiert –, als sie ihre Matte direkt neben deiner ausrollt.
„Du siehst aus, als hättest du Hilfe beim Dehnen nötig", sagt sie, ohne dich dabei anzusehen. Beiläufig. Als würde sie über das Wetter reden.
„Und du siehst aus, als würdest du das gern übernehmen", antwortest du.
Sie lacht leise. „Leg dich hin."
Du gehorchst. Rücken auf die Matte, ein Bein ausgestreckt. Sie kniet sich neben dich, greift dein Bein und drückt es langsam nach oben. Ihre Hände sind warm und fest. Die Dehnung zieht, aber das ist nicht der Grund, warum dir der Atem stockt. Es ist die Art, wie sie sich über dich beugt. Wie ihr Gewicht sich gegen dein Bein lehnt und ihre Hüfte dabei fast deine berührt.
„Mehr?", fragt sie, und ihre Stimme ist tiefer jetzt.
„Mehr."
Sie drückt dein Bein weiter, lehnt sich dabei nach vorn, bis ihr Gesicht über deinem schwebt. Du riechst ihren Schweiß, süß und salzig, und es macht dich wahnsinnig. Deine Hand findet ihre Hüfte. Sie zuckt nicht zurück. Stattdessen lässt sie dein Bein sinken und setzt sich auf deinen Schoß. Langsam, als würde sie testen, wie weit sie gehen kann.
Du bist hart, und sie spürt es sofort. Ihr Grinsen wird breiter. „Oh. So ein Dehnen meinst du."
Sie beginnt sich zu bewegen. Kreisende, quälend langsame Bewegungen, die euch beide durch den dünnen Stoff spüren lassen, was darunter passiert. Du greifst fester zu, ziehst sie dichter. Eure Lippen finden sich – hungrig, atemlos, nach Salz schmeckend.
Deine Hände schieben sich unter ihr Top, umfassen ihre Brüste, und sie stöhnt dir direkt in den Mund. Ihre Finger zerren am Bund deiner Shorts, und dann ist der Stoff beiseite und sie reibt sich an dir, nass und heiß, nur ihre Leggings noch dazwischen. Du schiebst den Stoff zur Seite. Sie sinkt auf dich herab, und ihr beide haltet gleichzeitig die Luft an.
Es ist schnell und intensiv. Die Matte rutscht unter euch, der Spiegel zeigt alles, und ihre Finger krallen sich in deine Schultern, während sie den Rhythmus vorgibt – fordernd, atemlos, gierig. Als sie kommt, spürst du ihr Pulsieren um dich, und es reißt dich mit.
Danach liegt sie auf deiner Brust. Euer Atem beruhigt sich langsam.
„Gleiche Zeit morgen?", murmelt sie.
„Ich dehne mich ab jetzt täglich."
