Der Tennisplatz liegt in warmem Nachmittagslicht. Die Linien leuchten weiß auf dem roten Sand, und die Luft steht still, schwer von Sommerhitze. Ihr habt den Platz für euch – die letzte Buchung des Tages. Die Anlage ist verlassen, nur das gedämpfte Rauschen der Bäume hinter dem Zaun.
Sie steht auf der anderen Seite des Netzes, den Schläger locker in der Hand. Ihr weißes Top klebt an ihrem Rücken, durchgeschwitzt, und als sie sich vorbeugt, um den Ball aufzuheben, siehst du, wie sich der Stoff über ihre Hüften spannt. Ihre Beine glänzen feucht. Sie streicht sich eine Strähne aus dem Gesicht und sieht dich an – und hält den Blick eine Sekunde zu lang.
Du gehst zum Netz. Sie auch. Keiner sagt etwas. Du riechst ihren Schweiß, warm und salzig, vermischt mit etwas Süßem, das du nicht benennen kannst. Dein Blick wandert zu dem Tropfen, der an ihrem Schlüsselbein entlangläuft, langsam, über die Brust, in den Ausschnitt verschwindend.
Deine Finger legen sich um das Netz. Ihre auch. Eure Hände berühren sich nicht, aber der Abstand ist so gering, dass du die Wärme ihrer Haut spürst. Dein Puls hämmert, und es hat nichts mit dem Spiel zu tun.
„Unentschieden", flüstert sie. Ihre Lippen sind leicht geöffnet, der Atem schnell.
Du greifst über das Netz und legst deine Hand an ihren Nacken. Feucht, heiß. Sie schließt die Augen. Dein Daumen streicht über den Muskelstrang an der Seite ihres Halses, und sie atmet scharf ein. Du ziehst sie zu dir, über das Netz gebeugt, und küsst sie – langsam, schmeckst Salz auf ihren Lippen. Ihre Zunge findet deine, fordernd, hungrig.
Dann duckt sie sich unter dem Netz hindurch, auf deine Seite, presst ihren nassen Körper gegen deinen. Du spürst jede Kontur durch den dünnen Stoff. Deine Hände gleiten unter ihr Top, über ihren heißen Bauch, höher, umfassen ihre Brüste, und sie stöhnt dir leise ins Ohr. Ihr Becken drückt sich gegen deines, reibt sich an deiner harten Mitte, erst langsam, dann drängender.
Sie schiebt deine Hand zwischen ihre Beine. Dort ist sie noch heißer, noch feuchter, und es hat nichts mit dem Spiel zu tun. Deine Finger gleiten unter den Bund ihrer Shorts, finden sie glitschig und geschwollen. Sie beißt sich auf die Lippe, ihre Hüften bewegen sich gegen deine Hand, rhythmisch, atemlos.
Ihr kommt euch auf dem roten Sand, im goldenen Licht, während die Schatten des Zauns Muster auf eure Haut zeichnen. Kein Sieger. Kein Verlierer. Nur Schweiß, Hände und das stille Einverständnis, dass dieses Spiel schon vor dem ersten Aufschlag entschieden war.
