Das Schlafzimmer liegt in jenem fahlen Orangeton, den die Straßenlaterne durch die halboffene Jalousie wirft. Drei Uhr morgens. Die Luft steht, schwer und warm, riecht nach Sommernacht und dem Rest ihres Parfüms am Kopfkissen. Der Ventilator auf der Kommode dreht sich träge, schiebt die Hitze nur von einer Ecke in die andere. Das Laken ist längst zerknüllt am Fußende gelandet.
Neben ihm liegt Clara. Auf dem Bauch, ein Bein angewinkelt, das oversized T-Shirt bis über die Hüften hochgerutscht. Ihr Atem geht gleichmäßig. Ihr Rücken hebt und senkt sich in einem Rhythmus, den er kennt wie seinen eigenen Herzschlag. Sommersprossen auf den Schulterblättern. Die weiche Rundung ihres Hinterns, halb bedeckt von einem Streifen schwarzem Stoff. Er kann nicht schlafen. Nicht so. Nicht neben ihr.
Seine Finger finden ihren Rücken. Kaum Berührung – nur Fingerkuppen, die über warme Haut gleiten, die Wirbelsäule hinunter. Clara seufzt im Schlaf. Er spürt, wie sich ihre Muskeln unter seiner Hand leicht anspannen, dann wieder lösen. Seine Handfläche legt sich auf ihre Hüfte, Daumen kreist über den Knochen. Sie dreht den Kopf, Augen noch geschlossen, aber ein Lächeln zuckt um ihre Lippen.
„Kannst du nicht schlafen?" Ihre Stimme ist heiser, verschlafen, unverschämt sexy.
„Deine Schuld", flüstert er. Seine Hand schiebt sich unter den Saum ihres Shirts, streicht über ihren Bauch. Sie dreht sich auf den Rücken, streckt sich, und das T-Shirt spannt über ihren Brüsten. Er beugt sich über sie, küsst ihren Hals, schmeckt Salz und Schlaf. Ihre Finger greifen in sein Haar, ziehen ihn näher.
Sie öffnet die Beine, und er gleitet dazwischen wie in eine Lücke, die für ihn gemacht ist. Sein Mund wandert tiefer – Schlüsselbein, Brust, Nippel, die sich unter seiner Zunge verhärten. Clara stöhnt leise, presst ihre Hüften gegen seine, und er spürt durch den dünnen Stoff ihrer Shorts, wie feucht sie schon ist. Er streift den Stoff zur Seite, seine Finger finden sie nass und heiß, und ihr Atem bricht.
„Fick mich", haucht sie, und es klingt wie ein Befehl und ein Flehen gleichzeitig.
Er schiebt sich in sie, langsam, spürt, wie sie sich um ihn schließt, eng und pulsierend. Ihre Beine schlingen sich um seine Hüften. Der Ventilator dreht sich. Die Straßenlaterne wirft Schatten über ihre ineinander verschlungenen Körper. Sie bewegen sich im selben Rhythmus – tief, langsam, dann schneller, atemloser, bis Clara sich aufbäumt, seine Schulter in ihre Zähne presst und kommt, zitternd, laut, rückhaltlos. Er folgt ihr Sekunden später, vergraben in ihrem Hals.
Danach Stille. Nur Atem. Nur Haut auf Haut. Der Ventilator summt. Um halb vier schlafen sie endlich ein.
