Ich erinnere mich an diesen Sonntagabend. Draußen regnete es seit Stunden, dieses gleichmäßige Trommeln gegen die Fensterscheiben, das alles weicher macht. Wir lagen auf dem Sofa, eine Decke über unseren Beinen, irgendeine Serie lief – ich weiß nicht mal mehr welche. Es war einer dieser ganz normalen Abende, die plötzlich kippen.
Er hatte seinen Arm hinter meinem Kopf liegen. Lässig, beiläufig. Sein T-Shirt roch nach Waschmittel und nach ihm darunter – dieser warme, leicht salzige Geruch, der mich jedes Mal verrückt macht. Seine Unterarme, gebräunt, die Ärmel hochgeschoben. Seine Hände – groß, ruhig. Ich beobachtete, wie seine Finger gedankenverloren über meine Schulter strichen. Kaum Berührung. Gerade genug.
Ich legte meine Hand auf seinen Oberschenkel. Harmlos, dachte ich. Aber dann spürte ich, wie fest er war unter dem weichen Stoff der Jogginghose, und meine Finger blieben nicht still. Ich strich höher, ganz langsam, und er atmete hörbar ein. Nicht laut. Nur dieses kleine Zittern in seinem Brustkorb.
Er drehte den Kopf zu mir. Keine Worte. Nur dieser Blick, halb geschlossene Augen, Lippen leicht geöffnet. Ich schob meine Hand in seine Hose und umschloss seinen harten Schwanz. Er war schon steif, pulsierend warm in meiner Faust. Also doch nicht nur ich, dachte ich und lächelte.
Er zog mich auf sich, die Decke rutschte auf den Boden. Ich streifte mein Höschen zur Seite und ließ mich auf ihn sinken – langsam, Zentimeter für Zentimeter. Er stöhnte gegen meinen Hals, seine Hände griffen fest in meine Hüften. Ich bewegte mich in diesem trägen, kreisenden Rhythmus, der zum Regen passte. Kein Hetzen. Kein Leistungsdruck. Nur sein Schwanz tief in mir und seine Daumen, die über meine Brustwarzen strichen, bis mir schwindlig wurde.
Ich kam zuerst – leise, zitternd, mit dem Gesicht an seiner Schulter vergraben. Er folgte Sekunden später, hielt mich so fest, als könnte ich verschwinden. Sein Atem heiß an meinem Ohr, sein Herzschlag wild unter meinen Handflächen.
Danach lagen wir wieder genau so da wie vorher. Decke über den Beinen, Serie lief noch. Nur dass alles anders schmeckte. Der Tee auf dem Couchtisch, die Luft, sein Lächeln. Manchmal braucht es keinen Anlass. Manchmal reicht ein Sonntagabend.
