Ich erinnere mich an den Moment, als die Glastür hinter mir zufiel und der heiße Nebel mich sofort verschluckte. Ich hatte mir einen freien Nachmittag im Spa gegönnt, nichts Besonderes geplant – und dann wurde es Sex im Dampfbad. Einfach so. Ungeplant, unkontrolliert, unvergesslich.
Das Dampfbad lag im Untergeschoss, abseits der Pools. Geflieste Wände, nasses Mosaik in Türkis und Dunkelblau, das Licht gedämpft wie durch Milchglas. Man konnte kaum zwei Meter weit sehen. Der Eucalyptus-Duft war so intensiv, dass er in der Lunge brannte. Es tropfte von der Decke, leises Plätschern, sonst Stille. Mein Handtuch klebte an meiner Haut.
Dann bewegte sich etwas im Nebel. Ein Mann saß in der hinteren Ecke, die Beine leicht gespreizt, den Kopf an die Wand gelehnt. Breite Schultern, dunkle nasse Haare, die an seiner Stirn klebten. Er öffnete die Augen, als ich mich setzte – langsam, ruhig, als hätte er alle Zeit der Welt. Sein Blick glitt über meinen Körper, ohne sich zu entschuldigen. Es lag etwas Unverschämtes in dieser Ruhe, etwas, das mich sofort feucht machte – und diesmal nicht vom Dampf.
Wir sprachen kein Wort. Ich ließ mein Handtuch sinken, ganz beiläufig, als wäre es ein Versehen. Er atmete hörbar aus. Dann rutschte er näher, seine Hand fand mein Knie, glitt langsam nach oben, heiß und nass auf meiner Haut. Ich spreizte die Beine und sein Daumen kreiste über meine Klitoris, so sicher, als würde er mich seit Jahren kennen.
Ich griff nach seinem harten Schwanz, spürte ihn pochen unter meinen Fingern. Er zog mich auf seinen Schoß. Ich sank auf ihn hinab, langsam, Zentimeter für Zentimeter, der Dampf schluckte mein Stöhnen. Seine Hände packten meine Hüften, dirigierten meinen Rhythmus. Unsere Körper waren so glitschig, dass jede Bewegung mühelos war. Ich ritt ihn, während das Kondenswasser auf uns herabtropfte, während der Nebel uns unsichtbar machte.
Er wurde härter, schneller, seine Finger gruben sich in mein Fleisch. Ich kam mit einem unterdrückten Schrei, biss mir auf die Lippe, spürte ihn kurz darauf in mir zucken.
Danach saßen wir nebeneinander, als wäre nichts gewesen. Nur unser Atem, schwer und synchron im Dampf.
Ich kenne nicht mal seinen Namen. Ich will ihn auch nicht kennen. So bleibt er perfekt.
