Die Mittagssonne brennt auf die Baustelle und verwandelt alles in flimmernde Hitze. Staub tanzt in der Luft, irgendwo hämmert jemand, und du sitzt auf einer umgedrehten Mörteltonne, dein Sandwich halb gegessen in der Hand. Dann hörst du ihre Schritte auf dem Kies.
Lena. Die Architektin, die seit zwei Wochen jeden Tag vorbeikommt, um den Fortschritt zu kontrollieren. Kurze Haare, sommersprossige Schultern im Tanktop, und diese Art, ihren Bleistift zwischen die Lippen zu klemmen, die dich jedes Mal aus dem Konzept bringt. Heute trägt sie abgeschnittene Jeans und ein Lächeln, das nichts Gutes verspricht.
„Mittagspause?", fragt sie und lehnt sich neben dich an die Wand. Ihr Arm berührt deinen. Warm, ein bisschen verschwitzt.
„Sieht so aus." Du hältst ihr das Sandwich hin. Sie schüttelt den Kopf, mustert dich stattdessen von oben bis unten. Unverschämt langsam.
„Ich muss mir was im Rohbau anschauen. Dritter Stock. Kommst du mit?"
Der dritte Stock ist eine leere Betonhülle. Kein Fenster drin, nur Öffnungen, durch die warmer Wind weht. Kaum seid ihr oben, dreht sie sich um, packt dich am Kragen deines staubigen T-Shirts und zieht dich zu sich. Ihr Kuss schmeckt nach Kaffee und nach Absicht.
„Seit zwei Wochen will ich das", murmelt sie gegen deinen Mund. Ihre Hände schieben dein Shirt hoch, ihre Finger graben sich in deine Hüften. Du drückst sie gegen die raue Betonwand, und sie stöhnt leise – ein Geräusch, das durch die leere Etage hallt.
Deine Hand gleitet in ihre Jeans. Sie ist so nass, dass dir der Atem stockt. „Fuck", flüsterst du. Sie lacht, atemlos, dreht sich um und schiebt ihre Jeans runter. „Dann mach schon."
Du dringst von hinten in sie ein, und sie presst die Handflächen gegen den Beton. Jeder Stoß schickt ein Echo durch den Rohbau. Ihre Stimme wird lauter, fordernder. Du greifst in ihre Haare, ziehst sanft, und sie kommt dir so heftig entgegen, dass du fast den Halt verlierst.
Sie kommt zuerst – laut, zitternd, die Stirn gegen die Wand gelehnt. Du folgst Sekunden später, die Hände fest auf ihren Hüften, dein Stöhnen rau in der staubigen Luft.
Stille. Nur euer Atem und das ferne Hämmern von unten.
Lena zieht sich die Jeans hoch, dreht sich um und klemmt den Bleistift zurück zwischen ihre Lippen. „Morgen wieder Baustellenbegehung. Gleiche Uhrzeit?"
